Fritz Kalkbrenner - Suol Mates - Cover
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Fritz Kalkbrenner Suol Mates


  • Label: Suol/Rough Trade
  • Laufzeit: 70 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer Kalkbrenner kennt, weiß dass keine deftigen Beats, sondern verspielte Elektronik ausgepackt wird.

Nach „Here Today, Gone Tomorrow“ hat Fritz Kalkbrenner wieder mal eine Playlist zusammengestellt, die auch für den Verkauf tauglich sein soll. Mit jeder Menge Remix-Versionen und leicht abgewandelter Formen von unbekannten Originalen ist „Suol Mates“ ein 70-minütiger Ausflug in die Lounge-Clubs der Republik. Wer Kalkbrenner kennt, weiß dass keine deftigen Beats, sondern verspielte Elektronik ausgepackt wird. Großartig Eigenkreationen des DJs sind also weniger Programm, als sein aktuelles Format in den Clubs.

Das Album beginnt sehr bruchstückhaft, was den kurzen Spieldauern der einzelnen Nummern vorzuwerfen ist. Die ersten drei Nummern zusammen kommen gerade mal auf fünf Minuten und so hat man mehr das Gefühl von Intermezzi als eigenständigen Stücken oder einem beginnenden Programm. Fast wirkt es so, als müsste Kalkbrenner noch das richtige Stück zum Einstieg finden. Erst später offenbart sich die kurze Einzeldauer als Clou, wenn die Stimmung des Albums sich hält, aber in seinen Melodien stets variiert. Hier zeigt sich das Gespür des Plattendrehers für die richtigen Originale, die zusammenpassen.

Während der zweiten Hälfte des Albums findet dann wieder ein Bruch statt, der längeren Lieder Aufenthalt gewährt. Die vorher noch so schnellen Wechsel lassen nun auf sich warten und sind nicht mehr so prägnant wie zum Auftakt des Programms. Heißt: Mehr Eingängig-, aber auch Eintönigkeit. Diese Eintönigkeit ist allerdings höchstens marginal, da die ausgewählten Songs immer noch der Lounge-Stimmung des Albums dienen und keinerlei Genre-Stilbruch erkennen lassen. So ist es allein der holprige, aber auch nicht schlechte Start, der als einziges Manko einer sehr entspannten Compilation ins Ohr springt.

Anspieltipps:

  • When Everything Changed
  • Ruby Lee
  • Won't Do

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