Rich Hopkins & Luminarios - Buried Treasures - Cover
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Rich Hopkins & Luminarios Buried Treasures


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 58 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit leicht knödelnder Stimme und den vielleicht gradlinigsten Songs seit einer Dekade, verbreiten Rich Hopkins und Band eine Stimmung, zu der nur wenige in der Lage sind.

Rich Hopkins (54) gehört zu den Urgesteinen der amerikanischen Rockszene und als Platten-veröffentlichender Künstler zum Inventar des süddeutschen Labels Blue Rose Records. Seit den frühen 90er Jahren musiziert er mit verschiedenen Musikern in Bands wie Sidewinders, Sand Rubies und natürlich den Luminarios und brachte bis dato weit über zwei Dutzend Alben heraus.

Aufgrund seiner Herkunft aus Tuscon, Arizona und seiner staubtrocken klingenden E-Gitarre, der Hopkins wahrhaft epische Soli entlockt, wird der Amerikaner gerne als der Godfather des Desert Rock bezeichnet. In seinen Texten spricht Hopkins zudem häufig kritische Themen aus Alltag und Politik an, wodurch sich sein Profil als Musiker mit Aussage noch stärker schärft. Zusammen mit dem wohlig-warmen, immer leicht windschief klingenden Gitarrensound erinnert Hopkins deshalb nicht nur entfernt an Neil Young und seine Band Crazy Horse.

An all diesen liebgewonnenen Parametern hat sich auch auf „Buried Treasures“, dem neuesten Werk von Rich Hopkins und seinen Luminarios nichts geändert. Im aktuellen Line-up, bestehend aus Hopkins‘ Lebensgefährtin Lisa Novak (Gesang), Jon Sanchez (Gitarre, Piano), Duane Hollis (Bass) und Alan Anderson (Drums) fährt die Band ein Dutzend herrlich abgehangener Rocksongs auf, die nicht nur Desert-Rock-Fans wie Öl runter laufen sollten.

Mit leicht knödelnder Stimme, die im Übrigen an Tom Petty gemahnt und den vielleicht gradlinigsten Songs seit einer Dekade im Gepäck, verbreiten Rich Hopkins und Band eine Stimmung, zu der nur wenige in der Lage sind. Von der epischen Rock-Oper im Neil-Young-Stil („Friend oft he shooter“) über knackige Riffwalzen („A stone’s throw“) bis hin zu dem verträumten Instrumental „Sweet dreams, Lisa“ deckt Rich Hopkins die gesamte Palette seines Könnens ab und lässt den klassischen Desert Rock nach langer Durststrecke in frischem Glanz erstrahlen. Eine faustdicke Überraschung, nachdem man sich zuletzt ein wenig an den Luminarios-Alben satt gehört hatte

Anspieltipps:

  • Strutter
  • Outta my head
  • A stone’s throw
  • Friend oft he shooter
  • Dark side of the spoon

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