Smokey Bastard - Tales From The Wasteland - Cover
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Smokey Bastard Tales From The Wasteland


  • Label: Bomber Music/Broken Silence
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
3.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Fans der meisten Folkrockbands kommen um einen Ratschlag für Neulinge nicht herum. Ob Flogging Molly oder Dropkick Murphy's, man muss die Band live sehen, heißt es überall. Nur so viel dazu: Es stimmt! Gerade die raue Energie der meisten Bands aus dem Folk-Rock-Genre gehen erst auf der Bühne richtig auf. Hier blüht der helle Wahnsinn an Instrumenten wie dem Waschbrett und dem Banjo. Auf Platte kämpfen viele Bands damit, die rechte Kraft aus den Boxen zu prügeln. Smokey Bastard aus England probieren es mehr auf der Schiene der Dropkicks, was schon allein dem Gesang Maccas (Gesang, Gitarre/Mandoline) geschuldet ist.

Was den Folk-Rock ausmacht sind seine Hymnen und atemlosen Rocker. Der Opener „Wasteland“ bietet gleich beides, sodass die langsamen Parts sofort ins Blut gehen und man während der Strophen hemmungslos durch den Raum springen will. Dafür muss die Lautstärke natürlich ordentlich aufgedreht werden, aber ansonsten macht es gerade der dreckige Gesang Maccas möglich, dass die Musik auch vom Silberling aus knallt. Hier spalten sich allerdings die Geschmäcker, da die raue Stimme, die für sanfte Gemüter schon nah am Shouting ist, nicht jedermann Sache sein kann und wird. Ansonsten trifft die Beschreibung einer Piratenbande mit Instrumenten statt Waffen gut zu und jedes Filmklischee einer musikalischen Meute wird hier bedient.

Neben Instrumentalstücken („Token Folkin“) und A-Capella-Gesängen („My Son John“) beherrschen die wilden Rocker mitsamt Folk-Instrument-Repertoire das Geschehen und geben den Punk bis zur letzten Sekunde. Nicht jedes Lied ist dabei so einprägsam wie der gelungene Einstand „Wasteland“ oder das beschwingte „Mongrel“. Zumindest bekommt man nie das Gefühl, dass der Band die Puste ausgeht. Besonders der Abschluss mit einem „Mamma Mia“-Cover kommt überraschend und beweist nochmals die verspielte Seite der Band, die gerade jenen, die den Gesang nicht mögen, verschlossen bleiben könnte. Kräftig, mächtig, aber gewöhnungsbedürftig für sensible Ohren ist der Spaß allemal geworden.

Anspieltipps:

  • Wasteland
  • Mamma Mia
  • My Son John

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