The Magnetic Fields - Love At The Bottom Of The Sea - Cover
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The Magnetic Fields Love At The Bottom Of The Sea


  • Label: Domino Records
  • Laufzeit: 35 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Quartett ist inzwischen erwachsen geworden und man wünscht sich in den kurzen 35 Minuten des neuen Outputs, dass es auch ihre Musik geworden wäre.

The Magnetic Fields sind für viele Koryphäen. Für andere sind sie der Grund, warum Peter Gabriel eine wunderschöne Interpretation ihres Liedes „Book Of Love“ machen konnte. Wer die Synthie-Indie-Rocker von vor 20 Jahren und zehn Alben heute noch als Innovatoren ihres Genres feiern möchte, der kommt dementsprechend zu spät. „Love At The Bottom Of The Sea“ ist nicht mehr als eine Erinnerung an die glorreichen Zeiten der Band und schlimmer noch: Phasenweise eine recht leere Schablone des ehemaligen Erfolgsrezeptes der Band.

Für wen diese Kritik zu hart klingt und meint, dass die Lieder der Band schon immer kurz und knackig waren (kein Track geht weit über 2:30 Minuten hinaus), der muss dieses Mal das knackig weitgehend streichen. Das neue Magnetic Fields Album ist vielmehr eine bloße Fingerübung. Ein routiniertes Kunststück ohne Neuwert. Ob verschrobene, aber aufs zweite Hören belanglose Texte (z.B. „Andrew In Drag“) und exotische Genre-Ausflüge („All She Cares About Is Mariachi“), es war alles schon mal (besser) da. Und das von der Band selbst. Dabei sollte das zehnte Album doch ein Grund zum Feiern sein. Anstatt dessen wird das Standardprotokoll mit Garage-Gitarren, verzerrtem Gesang und seichten Melodien sehr schlicht heruntergespielt.

Das Quartett ist inzwischen erwachsen geworden und man wünscht sich in den kurzen 35 Minuten des neuen Outputs, dass es auch ihre Musik geworden wäre. Der Charme der Magnetic Fields ist nur noch ein Schatten der Vergangenheit und so steht die Qualität der Stücke allein da. Diese ist wie bereits angesprochen auch nicht unbedingt überragend und so erwischt man sich beim Hören des Albums immer wieder, wie man sich fragt, warum man das Album überhaupt weiter hört. Vielleicht schmunzelt der ein oder andere ja doch noch, wenn „Quick!“ und „I Don't Like Your Tone“ frech aus den Boxen schallen. Andererseits könnten diese etwas frischeren Momente auch lediglich an die gute alte Zeit erinnern und Wunden aufreißen.

Anspieltipps:

  • Quick!
  • All She Cares About Is Mariachi
  • I Don't Like Your Tone

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