Psycroptic - The Inherited Repression - Cover
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Psycroptic The Inherited Repression


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Denkbar schlecht gestaltete sich der Aufstieg Psycroptics in die obere Liga der Metallabelhierarchie. Das vierte Langeisen der aus Hobart, Australien stammenden Truppe namens „Ob(Servant) “ (09/2008) holte nämlich nach jahrelanger Obhut bei diversen Indievertrieben mit dem Deal bei Nuclear Blast nicht nur in Sachen Breitenwirksamkeit mächtig aus, sondern durfte auch als brutalstes Technikgepolter in der Bandgeschichte angesehen werden, die Halbwertszeit fiel angesichts fehlender Abwechslung jedoch äußerst bescheiden aus und so verschwand die Death Metal-Schlachtplatte mit Grind-Elementen recht schnell wieder aus dem CD-Player.

Mit dem sukzessiven „The Inherited Repression“ beanspruchen die Australier Jason Peppiatt (Gesang), Joe Haley (Gitarre), Cameron Grant (Bass) und Dave Haley (Schlagzeug) nun ein wärmeres Klangbild, das im Vergleich zu Logan Maders Tiefkühlproduktion (Divine Heresy, Soulfly, Machine Head) deutlich organischer wirkt und versuchen statt angezogenem Aggressionspegel die knüppelnden Tracks mit sinnvollen Fingerübungen zu füllen, die im besten Falle an die Großtaten der deutschen Obscura erinnern und mit subtilen Melodieläufen glänzen, die für das physische Abrisskommando aus markigen Growls, wieselflinker Saitenbedienung und donnernden Doublebassattacken zum schmackhaften Salz in der Suppe wird („Forward to submission“, „Deprivation“).

Zwischendurch dürfen darüber hinaus groovende Riffwälle das Geschehen dominieren („From scribe to ashes“, „The sleepers have awoken“) oder dunkel grollende Stimmungsteppiche ausgelegt werden („Become the cult“), am unbedingten Vorwärtsdrang des Vierers ändert dies allerdings nichts, sodass „The Inherited Repression“ wegen Temposündern wie „The throne of kings“ schnell ein Knöllchen in punkto Abnutzung kassiert. Nichtsdestotrotz ist der fünfte Dreschflegel der Tasmanier runder und durchdachter als noch sein ungehobelter Vorgänger, von einem technischen Meisterwerk wie es z.B. „Omnivium“ (04/2011) letztes Jahr eines war, sind Psycroptic aber noch weit entfernt.

Anspieltipps:

  • Deprivation
  • Carriers Of The Plague
  • The Sleepers Have Awoken

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