The Culture In Memoriam - Rest In Pieces - Cover
Große Ansicht

The Culture In Memoriam Rest In Pieces


  • Label: Stargazer Records/Broken Silence
  • Laufzeit: 27 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Schwede Victor Hakansson steckt hinter The Culture In Memoriam, er schwang bereits im Alter von fünf Jahren das Tamburin in einer Theatergruppe. Inzwischen ist er 26 Jahre alt und veröffentlicht mit „Rest In Pieces“ bereits sein drittes Album. Der Schwede hat einen unbändigen Lebensdurst, steht auf Kriegsfuß mit dem Kapitalismus und ist wahrscheinlich gerade deshalb ein verletzlicher Mensch. Sein neues Album zeigt, dass er ein Konzept und Visionen in Sachen Pop hat. Dementsprechend schart er Live und im Studio diverse Musiker um sich und gestaltet die Songs mit Streicher-Arrangements und Chören aus. In seinen Texten tummeln sich knallharte politische Statements, die er in Kontrast zu seiner einfühlsamen Stimme setzt.

Im Breitwandformat wird das Album mit „Run Emelie Run“ eröffnet. Mahnende Streicher, eindringliche Stimme, melodisch-rhythmische Spannungsbögen und Dramatik offenbart der Einsteiger. Zwei Gänge runter wird auf „Death Of Jimmie“ geschaltet. Ein zerbrechlich-melodiöser Song, der es versteht sich aufzuschwingen und zwischen Optimismus und Melancholie schwankt. Lo-Fi- und Pompös-Pop zerschmilzt auf „Crafoord The Clown“, dem folgt das auf akustischem Gitarrenmotiv basierende „Vanilla Week“, das mit feinen Streichern ausstaffiert wird.

Auch „Sisters“ beginnt mit Akustikgitarren, die dieses Mal von Streichern und Flöten flankiert werden. „Steady Hell“ scheppert als Lo-Fi-Pop mit vibrierenden Stromgitarren und „Lost At Sea“ wird ein würdiges, emotional überschäumendes Finale.

„Rest In Pieces“ ist eine runde Sache geworden, die kaum Vergleiche zulässt. Man erkennt zwar Spuren von Bright Eyes, Boy Omega, Two Gallants, oder Bedroom Eyes, die eigene Persönlichkeit von The Culture In Memoriam überwiegt jedoch immer. Der einzige Kritikpunkt ist eine gewisse Gleichförmigkeit in Komposition und Produktion, da bleibt noch Luft nach oben.

Anspieltipps:

  • Run Emelie Run
  • Vanilla Week
  • Sisters
  • Lost At Sea

Neue Kritiken im Genre „Indie-Pop“
7.5/10

Mit Den Zehen Am Abgrund
  • 2019    
Diskutiere über „The Culture In Memoriam“
comments powered by Disqus