Davidian - Our Fear Is Their Force - Cover
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Davidian Our Fear Is Their Force


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 44 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Letztes Mal noch auf der Showbühne für den Slayer/ Kreator/ Testament-Lookalike-Wettbewerb, heute schon in donnernden Metalcore-Gefilden a la Cataract, Caliban und Heaven Shall Burn unterwegs: Davidian! Mit dem zweiten Streich „Hear Their Cries“ (04/2008) gelang der mittlerweile zu 5/5 aus Deutschland stammenden Truppe rund um Neuzugang Tobi Brausch (ersetzte Ami-Import Dave Hopkins am Mikro), Alex Schniepp (Gitarre), Micha Weidler (Gitarre), Tim Hinderer (Bass) und Alex Scherf (Schlagzeug) der nationale Durchbruch und man wechselte vom kleinen Limited Access Label zu Massacre Records.

Die Produktion für den Nachfolger „Our Fear Is Their Force“ überhahm sogleich Tue Madsen (Suicide Silence, Heaven Shall Burn, Sick Of It All) und mit dem symphonischen Intro „F.S.O.“ darf sich der Hörer sogleich an den erhöhten Qualitätsstandards ergötzen. Leider gilt dies nicht für das Songwriting. Davidian versuchen zwar das rasante Tempo des Vorgängers zu toppen und schlagen nur selten mit ruhigen Passagen zu Buche („Manmade hell“, „Freedom of choice“), der erhöhte Blutzoll, der sich durch kleine Death Metal-Exkurse, die stets donnernden Drums und einer unnachgiebigen Riffwand bemerkbar macht, sorgt jedoch relativ schnell für Ermüdungserscheinungen und einem nervösen Blick zur Skip-Taste.

Hinzu kommt noch das nicht sonderlich eigenständige Organ von Brausch, das als versuchte Mischung aus den Growls von Benny Hilleke (Neaera) und den Shouts eines Andreas Dörner (Caliban) dem brettharten („Fake society“, „Vicious circle“, „Inner turmoil“), wenn auch mitunter ganz schön wackeligen („Desperate cries“) Instrumentalorkan nichts Anderes außer monotonem Geschrei und Gegrunze entgegenzusetzen hat. Somit ist „Our Fear Is Their Force“ ohne Frage eine wuchtige Modern Thrashcore-Platte, die Existenzberechtigung der Scheibe hält sich hinsichtlich der Vielzahl an spannenderen und unterhaltsameren Vertretern dieses Genrekonglomerats allerdings stark in Grenzen.

Anspieltipps:

  • Inner Turmoil
  • Manmade Hell
  • Constricted Vision

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