Rage - 21 - Cover
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Rage 21


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 58 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Rage nähern sich ihrem 30-jährigen Jubiläum und denken wohl noch lange nicht ans Aufhören.

Rage nähern sich ihrem 30-jährigen Jubiläum und denken wohl noch lange nicht ans Aufhören. Mit dem 21. Longplayer, passenderweise nach dem Wert „21“ aus dem Glücksspiel Black Jack benannt, machen sich Peter „Peavy“ Wagner (Gesang, Bass), Victor Smolski (Gitarre) und André Hilgers (Schlagzeug) auf, die deutsche Metallandschaft erneut mit ihrem kraftstrotzendem Power Metal zu versorgen. Bei einem stabilen Veröffentlichungsrhythmus von fast einem Album pro Jahr könnte man meinen, dass die Nachfrage irgendwann einmal gedeckt sein dürfte, doch da Rage seit „XIII“ (04/1998) immer wieder für eine Top 30-Platzierung in den Albumcharts gut waren, sollten derartige Bedenken im Keim erstickt werden.

Darüber hinaus sind ausgedehnte Experimente wie „Lingua Mortis“ (04/1996) im klassischen Gewand schon länger Schnee von gestern, sodass sich Peavy & Co. durch und durch auf ihre Version von Power im Metal konzentrieren, die auch im 27. Jahr vorzüglich mundet, denn nach einem stimmigen Intro („House wins“) legen die drei Deutschen dem Hörer unverzüglich die Daumenschrauben an und hechten im Titeltrack, sowie im darauffolgenden „Forever dead“, durch zwei bärenstarke von der Doublebass und knackigen Riffs getragenen Nummern, die jedem altgedienten Fan und Neuling am Rage-Sektor erst einmal die Rübe vom Hals schrauben. „Feel my pain“ erzielt denselben Effekt, allerdings mit gedrosselter Herzfrequenz, während „Serial killer“ eine absolute Hassliebe generiert: Einerseits mit lächerlichen Growls ausgestattet, bei denen man unweigerlich an Obelix denken muss, wenn er zum Frühstück kein Wildschwein aufgetischt bekommen hat, andererseits hat die Nummer einen genialen Groove und setzt den derben Rumpelstilzchen-Part dermaßen zielsicher ein, dass einem nichts anderes übrig bleibt als den Lautstärkeregler nach rechts zu drehen.

Rhythmisch und dabei auf höchstem Niveau agieren die drei Herrschaften hingegen in „Psycho terror“, „Destiny“ und „Death romantic“ tragen inmitten der Hü Hott-Peitschenhiebe zwei ohrwurmlastige Refrains und bevor mit unter 4 Minuten das durchschnittliche „Concrete wall“ als der mit Abstand kürzeste Track die Ziellinie passiert und „Eternally“ zum offiziellen Balladengeschunkel auffordert, gibt es mit „Black and white“ eine dynamische Abreibung auf die Ohren, die allerdings zu lang geraten ist und nach ein paar Durchgängen als Füllmaterial geskippt werden kann. „21“ ist demnach kein unbedingter Volltreffer, aber für das 21. Album einer Band klingen Rage weder ausgedient noch altbacken und haben sich somit noch einmal ordentlich ins Zeug gelegt um ihren Fans zu zeigen, das sie sich auf ein dickes Jubiläumsgeschenk zum 30er freuen dürfen. Wir besorgen auf jeden Fall schon einmal die Zutaten für den Kuchen!

Anspieltipps:

  • Destiny
  • Serial Killer
  • Twenty One
  • Forever Dead
  • Psycho Terror

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