The All-American Rejects - Kids In The Street - Cover
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The All-American Rejects Kids In The Street


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 64 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch auf ihrem vierten Album zeigen The All-American Rejects das, was sie am besten können: Poppige Punkrock-Songs inklusive selbstmitleidiger Teenage-Attitüde und einem Hang zu Experimenten.

Nachdem ihr letztes Studioalbum „When the World Comes Down“ bereits vier Jahre zurückliegt, melden sich die amerikanischen Pop-Punker The All-American Rejects mit ihrem vierten Studioalbum „Kids in the Street“ wieder zur Stelle.

Seit dreizehn Jahren stehen The All-American Rejects schon gemeinsam auf der Bühne und im Studio. Eine lange Zeit, wenn man bedenkt, dass die Jungs aus Stillwater, Oklahoma seit all den Jahren noch immer über die Problemchen singen, die man als Highschool-Schüler so mit sich herumträgt: Liebe, Zukunftsängste und Selbstzweifel. Diese Besonderheit trug in den letzten Jahren auch dazu bei, dass die Band es nicht nur auf die Soundtracks von Filmen wie „American Pie“ sondern auch vieler amerikanischer Teenie-Serien, wie „The Vampire Diaries“, „One Tree Hill“, „O.C. California“ oder Smallville schaffte.

Wiederholt betonte die Band in Interviews, dass sie nicht daran interessiert seien, das zu kopieren womit sie erfolgreich waren und diesen Vorsatz setzten The All-American Rejects vereinzelt auch auf „Kids In The Street“ durch. Die Band zeigt sich Experimenten gegenüber sehr offen: ie weibliche Background-Stimme in „Fast and Slow“, die Synthie-Melodie in „Kids In The Street“ oder der schwingende Rhythmus von „Walk Over Me“ präsentieren The All-American Rejects vielseitig und wandelbar. Der eingängige Intro-Song „Someday’s Gone“ dagegen ist genau das, was man von der Band eigentlich gewohnt ist: Ein treibendes Gitarrenriff mit einschlagender Hasstirade auf die Ex-Freundin.

Während „When the World Comes Down” jedoch durch Pop-Punk Ohrwürmer wie „Gives You Hell”, „Fallin' Apart” oder die gefühlvollen Ballade “Mona Lisa“ hervorstach, bietet „Kids in the Street“ davon etwas weniger. Die einzelnen Songs brauchen eine Weile, bis sie sich vollständig entfalten. „Kids In The Streets“ ist typisch-amerikanischer Highschool Punk, der genau das bedient, was es in diesem Genre zu bedienen gibt. Produziert wurde „Kids In The Streets“ von dem Emmy-Nominierten Greg Wells, der bereits mit Musikern wie Adele oder Kelly Clarkson zusammengearbeitet hat.

Sänger Tyson Ritter beschreibt den Stil seiner Band als „Rock `n Roll“, der dich zum Lächeln bringt“ und dank Synthie-Melodien, wüste Gitarren und rauschende Drums bleibt die Band diesem Stil gewissermaßen auch auf „Kids In The Street“ treu. The All-American Rejects zeigen sich auf ihrem neuen Album zwar wieder einmal etwas schwach auf der Punkrocker-Brust und zeigen sich dafür mehr von ihrer poppigen Seite. Die Charakter-Stimme von Sänger Tyson Ritter, kommt etwas seltener zur Geltung als auf vorherigen Alben, doch rutschen The All-American Rejects keinesfalls in den trendigen, charakterlosen Pop-Punk ab.

Anspieltipps:

  • Somebody’s Gone
  • Fast and Slow
  • Kids in the Street

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