Black Light Discipline - Against Each Other - Cover
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Black Light Discipline Against Each Other


  • Label: Danse Macabre/ALIVE
  • Laufzeit: 44 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Vier lange Jahre hat es gedauert, bis Black Light Discipline aus Finnland ihr Zweitwerk „Against Each Other“ fertig gestellt haben. Herausgekommen ist abermals ein Metal-Album mit vielen Querverweisen auf Gothic-Rock und einem unerwarteten, sympathischen Cover aus den 80ern. Aber gehen wir das ganze Abenteuer Namens „Against Each Other“ ein wenig distanzierter und von vorne an. Das finnische Quintett hat es in seinem Genre schließlich immer wieder damit zu tun, dass Metal mit vielen Synthesizern Probleme hat, sich selbst neu zu erfinden.

Woran schon U2 im letzten Jahrzehnt Mal um Mal scheiterten, gelingt auch dem finnischen Fünfer nicht. So beginnt gleich der Titeltrack mit den altbackenen Synthie-Tönen, die zwar Alt-Fans gleich ein wohliges Heimatgefühl gibt, Platz für neue Ideen aber automatisch zu ersticken scheint. Mal aggressiver („Red Rivers“), mal leichter ins Ohr gehend („Walls Inside Us“). Sobald weiblicher Gastgesang auftaucht, wirkt der Spaß leider wie Oomph! an eher mäßigen Tagen. Das heißt, dass die schnelleren Lieder auf „Against Each Other“ durchaus tanzbar, aber nicht so frisch wie zum Beispiel bei Lacuna Coil sind.

Auch, dass das Album sich nicht wirklich entscheiden kann, in welche Richtung ihr Synth-Metal gehen soll und „Waiting For The Rain“ die Tanzbarkeit mit seinem Pathos ausbremst, wirft Probleme auf. Allein auf sich gestellt sind die Stücke aber zumindest handwerklich solide und werden Fans des Genres gerecht. So richtig kann sich das Album von seinem festen Rezept nicht lösen, bis auf „Self Control“. Das Laura Branigan-Cover ist für Pop/Rock- und offene Metal-Fans gleichermaßen ein Spaß. Schnell verspielt, irgendwie noch altmodischer als das Original sind zumindest fünf Minuten Glückseligkeit auf „Against Each Other“, die so sympathisch sind, dass man sie einfach nicht kritisieren will. Wenn jetzt noch der Mut zu einem Ersatz zu den schlechten Synthesizern ins Rollen kommt, dann muss dieses Genre sich auch nicht mehr an die glorreichen Tage vergangener Jahrzehnte klammern (wie zum Beispiel zum in „Serene“).

Anspieltipps:

  • Serene
  • Self Control
  • Against Each Other

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