Roxette - Travelling - Cover
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Roxette Travelling


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 54 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Roxette haben das Hitschreiben nicht verlernt. Es tauchen ständig neue Kandidaten auf.

Viele Musiker können auch auf Tournee nicht aufhören, immer neue Songs zu verfassen. Das schwedische Pop-Duo Roxette gehört auch dazu und hat ihr letztjähriges Comeback-Album „Charm School“ zu einer ausgedehnten Welttour genutzt, die immer noch andauert. Seit dem 28.02.2011 bereisen die Zwei alle fünf Kontinente und gastieren im Augenblick der Veröffentlichung ihres neuen Albums in Südamerika. In Hotelzimmern und Studios, die auf dem Weg lagen, komponierte vor allem Per Gessle (Marie schrieb nur ein neues Lied) acht neue Songs, die nun mithilfe von drei Live-Versionen bekannter Songs und drei Neuversionen ebenfalls schon veröffentlichter Tracks zu einer neuen CD aufgestockt wurden.

Die vorherige zehnjährige Pause von Roxette war aufgrund der schweren Krankheit von Marie Fredriksson, einem Gehirntumor, notwendig geworden. Nun scheinen aber die Lebensgeister wieder vorhanden zu sein und die Energie in neue Werke und Dauer-Live-Tourneen zu fließen, die noch bis Oktober 2012 weitergehen.

Der Startsong „Me & You & Terry & Julie” beginnt ruhig im Duett der beiden Musiker, um dann einen treibenden Refrain zu präsentieren, der richtig abgeht. Typisch Roxette lautet das Urteil, die mit dieser Rock/Popmischung, die einfach sehr eingängig daherkommt, bestimmt ihre begonnene Erfolgsserie fortsetzen werden. Das akustische „Turn of the Tide” oder „Perfect Excuse” illustrieren wieder die stimmliche Klasse von Marie, die unterstützt durch Geigen und sanfte Instrumentierung zwei sanfte Balladen der besseren Art präsentiert.

Auffällig ist, dass Per Gessle oft stimmlich in Erscheinung tritt, was auch auf „Charm School” schon zu hören war, dennoch ist Marie Fredriksson die wiedererkennbare Stimme, denn Gessles Organ klingt zu wenig ausdrucksstark. Es bleibt dabei, dass Gessles Vorbilder The Beatles teilweise durchschimmern, das Hauptaugenmerk liegt aber auf Synthiepop mit rockigen Elementen. Roxette haben das Hitschreiben nicht verlernt. Es tauchen ständig neue Kandidaten auf, wenn die Musik aus den Boxen perlt.

Die Live-Versionen besitzen viel Tempo und geben vor allem die Power von Marie Fredriksson wieder, die trotz ihrer gesundheitlichen Probleme und Folgeschäden, so einzigartig gut singt. Aber auch Per Gessle gibt bei „She's Got Nothing On (But the Radio)” stimmlich alles und der raue Sound steht dem Song wirklich gut. Das Comeback von Roxette darf ruhig so weitergehen, sie haben ein echtes Händchen für Charthits und eigentlich sollte sie unbedingt eine DVD von ihrer Tour veröffentlichen, das würde sich bestimmt lohnen. Bis dahin unterhalten die neuen Songs nicht nur die Fans, denn sie gehen einfach ins Ohr und bleiben dort.

Anspieltipps:

  • Me & You & Terry & Julie
  • It's possible
  • She's Got Nothing On (But the Radio) (live)
  • Turn of the Tide

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