Tom Fuller Band - Ask - Cover
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Tom Fuller Band Ask


  • Label: Red Cap/Rough Trade
  • Laufzeit: 50 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Tom Fullers mittelmäßiges Werk ist schon bei der Veröffentlichung schlecht gealtert.

Denken wir uns einige Jahre zurück, als Bon Jovi noch für moderne Rockmusik standen. Hat man sich in diese Zeit zurück versetzt, dann kommt Tom Fuller gerade recht. Der Altmeister seines Faches wird nicht müde mit seinem Americana-Rock zur Gitarre zur greifen und ruft auf „Ask“ abermals sein bereits bekanntes Programm ab. Ganz dem inzwischen etwas Altbackenen Genre gerecht: Bloß keine Überraschungen, sondern brav bei den Leisten bleiben.

So klingen viele der vorsichtigen Vorzeitrockern auch gefährlich nach Vorlagen aus den letzten Jahrzehnten und es kommt mehr Jahrmarktstimmung bei „Doin' Nothin'“ auf, als echtes Rock-Gefühl. Selbst die ehrlicheren Nummern wie „Anthem Man“ sind bestenfalls so rockig, wie es Robbie Williams ab und zu versucht. Fuller findet einfach nicht die richtigen Melodien, um die Hörer zu packen. Im Gegenteil ist die Musik so harmlos, dass man sie zwar aktiv nicht abschaltet, aber eben auch gar nicht erst die Motivation findet, sich diese Lieder anzuhören.

Auch die Balladen, die man noch mehr einem gelungenen Durchschnitt zurechnen kann, können den schwachen Eindruck des Gesamtpakets aufbessern. „Hell Fire Angel“ ist zwar noch das kraftvollste was emotional und rockig geht im Falle Fuller, aber eine Schwalbe macht bekanntlich keinen Sommer. Der veraltete Rock Tom Fullers und seiner Band schafft es bis zum Ende nicht, den verstaubten Mantel abzulegen. Auch wenn „Morphine Maureen“ und „Hot Air Balloon“ Anzeichen dafür sind, dass die Songs durchaus brauchbar sein können, bietet das Album insgesamt einen Aufwasch leichter Rockkost, die nicht mehr den Zeitgeist trifft. So ist Tom Fullers mittelmäßiges Werk schon bei der Veröffentlichung schlecht gealtert.

Anspieltipps:

  • Morphine Maureen
  • Best Of Me
  • Doin' Nothin'

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