The Asteroids Galaxy Tour - Out Of Frequency - Cover
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The Asteroids Galaxy Tour Out Of Frequency


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 47 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine gute Dreiviertelstunde zwischen „Gold Rush“, „Dollars In The Night“ und „Mafia“. Das klingt nach Spaß.

Ein vielgelobtes Debütalbum, wie es The Asteroids Galaxy Tour im Jahr 2009 mit „Fruit“ vorgelegt haben, muss erst einmal überboten werden. Keine einfache Angelegenheit, wo doch Titel wie „Around The Bend“, „The Golden Age“ und „The Sun Ain't Shining No More“ die bandinterne Hitmesslatte verdammt hoch positioniert haben. Also wie noch einen drauf setzen? Mehr oder weniger Soul- und Funkanleihen als auf dem Erstling? Die gleiche Portion Mut zum Experiment oder vielleicht doch eher einen Schritt in Richtung Massentauglichkeit?

Am Ende hat „Out Of Frequency“ von allem etwas abbekommen: Den hitverdächtigen Vorzeigesong („Heart Attack“), eine unbeschwerte Gute Laune-Nummer („Fantasy Friend Forever“), Tracks, die so cool sind wie ein Fonzie („Ghost In My Head“, „Cloak & Dagger“) und einen dicken Slow Motion-Groover, der alleine vom Zuhören high macht („Theme From 45 Eugenia“). Aber, und das darf nicht verschwiegen werden, auch eine quitschbunte Nervensäge von einem Musikstück („Suburban Space Invader“) befindet sich auf diesem Zweitwerk, bleibt allerdings der einzige Ausrutscher.

Besondere Anerkennung haben sich die Musiker um Sängerin Mette Lindberg und Chef-Asteroid Lars Iversen für ihr drei (!) Songs umfassendes Riesen-Intro verdient, das zunächst mit dem instrumentalen „Gold Rush Pt. 1“ einsetzt, anschließend in „Dollars In The Night“ hinüberschlittert, um zwei Minuten später mit „Gold Rush Pt. 2“ auszuklingen. Sensationell! Man stelle sich einen von Bläsern getragenen Goldrausch-Beat vor, wie würde der wohl klingen? Exakt so wie auf „Out Of Frequency“.

Um The Asteroids Galaxy Tour muss sich also nicht gesorgt werden, die Dänen bleiben auf Kurs, auch wenn die wirklich hitverdächtigen Nummern nicht mehr so zahlreich vertreten sind wie auf „Fruit“ und auch Mette Lindbergs soulgeladener Gesang nicht mehr so - im positiven Sinne - abgespaced rüberkommt, wie auf dem Debüt. Man könnte auch sagen: Die Band klingt jetzt nüchterner, ohne ihr dabei unterstellen zu wollen, dass sie das bei früheren Aufnahmen nicht gewesen wäre. Aber hey, wer wird denn zu kritisch sein, die ganze Nummer ist schließlich immer noch so einzigartig, wie tanzbarer Pop mit Bombast und Referenzen an die 70er Jahre nur sein kann. Und es gibt noch einen weiteren süßen Nebeneffekt, den das neue Material mit sich bringt: Die Konzerte der Asteroiden werden jetzt länger - ohne qualitativ nachzulassen.

Anspieltipps:

  • Heart Attack
  • Ghost In My Head
  • Theme From 45 Eugenia
  • Cloak & Dagger

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