Ruthie Foster - Let It Burn - Cover
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Ruthie Foster Let It Burn


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 58 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Von Adele-Coverversionen lässt auch Ruthie Foster besser die Finger!

Kollaborationen mit den legendären Blind Boys Of Alabama sowie Stax-Haudegen William Bell, Coversongs u.a. von Adele, The Band, John Martyn, Los Lobos und The Black Keys – die texanische Sängerin und Songschreiberin Ruthie Foster wirft auf „Let It Burn“ alles in die Waagschale, konzentriert sich dabei einzig allein auf ihre hochgelobte Stimme und spielt auf ihrem achten Studioalbum erstmalig kein einziges Instrument selbst.

Produziert und eingespielt wurde „Let It Burn” in den Piety Street Recording Studios in New Orleans von John Chelew (u.a. John Hiatt, Vic Chesnutt, The Blind Boys Of Alabama, Los Lobos) und einer hochkarätigen Studiomannschaft, die dem Album zwar eine Atmosphäre verleihen, aber die eine oder andere Todsünde nicht verhindern konnten.

Coverversionen von Johnny Cash‘ „Ring of fire“ sollten eigentlich inzwischen tabu sein, auch wenn Ruthie Foster aus dem Song eine beseelte Soulballade gemacht hat. Und von dem Liedgut Adele Adkins‘ sollten ihre Kolleginnen und Kollegen ebenfalls vorerst die Finger lassen. Zu groß ist der Schatten Adeles Sangeskunst, als dass im Augenblick irgendjemand eine adäquate Interpretation abliefern könnte – auch Ruthie Foster (47) schafft dies nicht!

Blendet man diese beiden kleinen Fauxpas aus, erweist sich „Let It Burn“ als äußerst gediegenes Album in der Schnittmenge aus Blues, Soul, Gospel, Rhythm & Blues sowie ein paar Restpartikeln Americana. Dabei stellt sich besonders die Zusammenarbeit mit den Stimmakrobaten der Blind Boys Of Alabama als Gewinn heraus, die in den Duetten einen starken Gegenpart zu Ruthie Fosters Charakterstimme darstellen. Damit weicht Frau Foster von der üblichen Machweise ihrer Alben ab, trifft aber dennoch ins, ähem, Schwarze.

Anspieltipps:

  • Truth
  • The Titanic
  • Long time gone
  • If I had a hammer
  • It makes no difference

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