Black Space Riders - Light Is The New Black - Cover
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Black Space Riders Light Is The New Black


  • Label: Brainstorm Music/Rough Trade
  • Laufzeit: 61 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Insgesamt offenbart sich dem Hörer ein dunkles Klangabenteuer mit viel Kraft, die nicht immer optimal, aber zumeist unterhaltsam eingesetzt wird.

Progressive-Rock war und ist nicht immer salonfähig. Die sperrigen Strukturen des ausschweifenden Genres schrecken viele Hörer ab. In Sachen Hörerverständigung haben einige Bands wie Tool und die späten Metallica die Mitte aus Komplexität und Hardrock gesucht, um die Massen zu locken. In eine ganz ähnliche Kerbe schlagen Black Space Riders mit „Light Is The New Black“ und wagen so ein Experiment, das nicht jedem gefallen kann.

Auch wenn das letzte Album der Metal-Könige von Metallica eher gute Reviews abstauben konnte, ist es längst kein unangreifbarer Klassiker wie ihre früheren Alben.

Schon dass das Album in vier Teile (Light/Bright/White und Night Side) gespalten ist lässt erahnen, dass künstlerisches Kalkül hinter dieser Platte steckt. Zu Beginn vereinbart sich der Experimentiergeist der Band auch mit geradlinigem Rock. So ist „Creature Of No Light“ dem Hardrock verpflichtet und verliert sich nicht in ausgiebigen Materialschlachten. Natürlich hat auch Progressive-Rock seine mehr als guten Seiten, aber zumindest beim Auftakt „Sun Vs. Moon“ bleibt der Ansatz im Getriebe stecken. Nicht mehr so düster angenehm wie der Opener sondern ziellos und unsauber präsentiert sich der zweite Song als überlange Interlude mit gescheiterter Wall Of Sound zum Abschluss.

Die Ausflüge, die an Metallica erinnern sollen funktionieren dagegen von vornherein besser. „Digging Down“ und „Startrooper“ sind ebenbürtige, wenn auch nicht umwerfende Kandidaten für Hard-Rock der alten Schule. So schön eigenständig wie im Opener (oder eben an Tool erinnernd) hört man die Black Space Riders auf „Light Is The New Black“ allerdings nicht mehr. Gibt man der Platte jedoch die Zeit und den Raum sich zu entwickeln, dann stößt man auf genug Positives. „We Used To Live In The Light“ erinnert an die musikalische Kraft von Isis und „Louder Than Light“ und „Lost“ ergeben sich wieder einer wohlig düsteren Stimmung, die den Tenor des Albums sehr gut trifft.

Hier und da schlägt die Band über die Strenge, sodass der Abschluss „Lights Out“ und das hektische „Walls Of Plasma“ bestimmt in keine Geschichtsbücher eingehen. Insgesamt offenbart sich dem Hörer ein dunkles Klangabenteuer mit viel Kraft dahinter, die nicht immer optimal, aber zumeist unterhaltsam eingesetzt wird.

Anspieltipps:

  • Creature Of No Light (Exodus Part One)
  • We Used To Live In The Light (Exodus Part Two)
  • Startrooper

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