Brendan Benson - What Kind Of World - Cover
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Brendan Benson What Kind Of World


  • Label: Lojinx Records/ALIVE
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Sechziger, die Neunziger und die Gegenwart: 12 zeitlose, melodiöse Songs, die mit Verve eingespielt wurden.

Brendan Benson ist ein Singer / Songwriter, der bei Kritikern immer hohes Ansehen genoss, der große kommerzielle Erfolg blieb ihm als Solokünstler versagt. Immerhin war er Mitbegründer von Jack Whites The Raconteurs, die ja bekanntlich Erfolge feiern konnten. Inzwischen ist es still geworden um jene Powerpopband, Jack White hat ein Soloalbum veröffentlicht und auch Brendan Benson hat sich wieder um seine eigene Karriere gekümmert. Bensons Kompositionen sind einerseits in den Sixties verwurzelt, andererseits nehmen sie Bezug auf den College-Rock und Power-Pop der 1990er. Seine bisher besten Soloalben sind „Lapalco“ von 2002 und „The Alternative To Love“ von 2005.

Im Jahr 2011 nahm Brendan Benson die 12inch-EP „Upstairs At United, Vol.1“ in den Räumlichkeiten der historischen United Record Pressing in Nashville auf. Die vier Coverversionen wurden live auf analoges Tape gebannt ohne Overdubs und ohne digitales Gerät. Heraus kam ein Stück Vinyl, das nicht nur den Geist der analogen Aufnahmetechnik eingefangen hat, sondern vier wunderbare Songs, die mit Herzblut eingespielt wurden. Unter ähnlichen Bedingungen hat Benson nun den Longplayer „What Kind Of World“ in den Welcome to 1979 Studios in Nashville aufgenommen. Wieder wurde analoge Aufnahmetechnik bevorzugt und Mitglieder von Big Star, Phantom Planet und Ryan Adams‘ The Cardinals fanden sich im Studio ein.

Zu Beginn wird gleich der Titelsong präsentiert, der mit Keyboards, Stromgitarren, Bass, Drums und Bensons Stimme auf der Grenzlinie zwischen Pop und Rock spazieren geht. Dynamik und Melodie stehen gleichberechtigt nebeneinander. Auf „Bad For Me“ sorgen Piano, Keyboards und Streicher für die balladeske Stimmung, dagegen lässt es „Light Of Day“ ganz schön rocken: Die Gitarren twangen und powern, Melodie und Rhythmus feiern ein Fest. Auf „Happy Most Of The Time“ wird The Who Tribut gezollt, auf “Keep Me” Big Star. Dem geheimnisvoll fluoreszierenden und marschierenden “Pretty Baby” folgt das mit Power rockende „Here In The Deadlights“.

Auf „Met Your Match“ fiepsen die Synthies zu hart rockenden Rhythmen und Gitarren. „Thru The Ceiling“ baut auf dunklen Basslinien und pochenden Drums ein in die Höhe schnellendes Haus aus riffenden und knackigen Stromgitarren. Danach trifft auf „No One Else But You“ eine George-Harrison-Gedächtnis-Gitarre auf feurige Bläsersätze. Dem Powerrock „Come On“ folgt das finale „On The Fence“ mit sonnengelben Pianoläufen. Wie auf allen Songs strahlt auch hier die helle emotionale Stimme Bensons. Das Album zeigt Bensons Kunst Pop und Rock der 1960er und 1990er in ein schlüssiges Konzept zu überführen. Zwölf zeitlose, melodiöse Songs, die mit Verve eingespielt wurden.

Anspieltipps:

  • Bad For Me
  • Light Of Day
  • Thru The Ceiling
  • No One Else But You

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