Y´akoto - Babyblues - Cover
Große Ansicht

Y´akoto Babyblues


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 48 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein stimmungsvolles Soulalbum, das es verdient hätte, mehr als nur ein Achtungserfolg zu werden.

Die als Tochter eines Ghanaers und einer Deutschen in Hamburg geborene Jennifer Yaa Akoto Kieck (24) alias Y´akoto legt nach zweijähriger Arbeit (u.a. mit dem Produzenten-Team Kahedi um Max Herre) ihr Debütalbum „Babyblues“ vor, auf dem die staatlich geprüfte Tanz-Pädagogin (was es nicht alles gibt...) ihre an Erykah Badu, Nneka, Macy Gray, Joy Denalane, Lauryn Hill oder auch der im Sommer 2011 verstorbenen Soulikone Amy Winhehouse gemahnende Stimme wunderbar in Szene setzen kann.

Musikalisch hat die 24-Jährige von Rock über Reggae, HipHop und Funk schon als Teenagerin viel ausprobiert, ehe sie mit Anfang 20 bei der Soulmusik hängengeblieben ist. Mit ihren Erfahrungen als rastlos umherreisender Mensch als Grundlage, schrieb und komponierte Y´akoto die Songs ihres ersten Albums im Alleingang und achtete dabei stets darauf, „... mit meinen Songs Geschichten zu erzählen. Deswegen ist der Sound sehr reduziert. Nichts ist zu viel. Ich habe bei dieser Platte sehr darauf geachtet, dass es stets pur bleibt.“

So klingt „Babyblues“ dann auch nicht nach dem Debütalbum einer unerfahrenen Newcomerin, sondern wie ein reifes Werk einer stimmlich wandlungsfähigen Sängerin, die sich musikalisch in kein allzu enges Korsett schnüren lässt. So haben Y´akotos Songs trotz einer markanten Beat-Dichte immer einen handgemachten Unterbau aus folkigen Akustikgitarren („Talk to me“), Piano- und Streicherklängen („Y´akoto’s babyblues“) sowie effektvoller Perkussion („Moving“).

Neben den (zu erwartenden), dezent eingewobenen Afroklängen ergibt sich daraus ein stimmungsvolles Soulalbum, das es verdient hätte, mehr als nur ein Achtungserfolg zu werden.

Anspieltipps:

  • Tamba
  • Diamonds
  • Without you
  • Good better best
  • What makes you strong

Neue Kritiken im Genre „Soul“
Diskutiere über „Y´akoto“
comments powered by Disqus