Isgaard - Playing God - Cover
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Isgaard Playing God


  • Label: Baukau/Rough Trade
  • Laufzeit: 50 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Trotz großartiger Stimme: „Playing God“ klingt wie ein Luftballon, aus dem langsam die Luft entweicht.

Als klassisch ausgebildete Sängerin besitzt Isgaard Marke (40) eine Stimme, an der es nichts auszusetzen gibt. Sie würde sowohl im Klassiku-Umfeld als auch im Symphonic Metal á la Nightwish, Epica oder Within Temptation (file under: „Trällerelse“) sehr gut funktionieren. Isgaard fühlt sich aber eher im Bereich esoterisch angehauchter Popmusik wohl und vertraut dabei seit vielen Jahren ihrem musikalischen Wegebegleiter Jens Lueck (45), der auch das vierte Isgaard-Album „Playing God“ als Komponist, Musiker, Produzent und Studiobetreiber betreut hat.

Auf „Playing God“ findet der geneigte Hörer elf neue Hörbeispiele für Isgaards getragenen Dream Pop, der von Keyboards, Percussion, Flöten, Geigen und fast schon flüsterndem Gesang dominiert wird. In den besseren Momenten erinnert dies an Kate Bush, in den schlechteren Sequenzen an Musik, die in Aufzügen und beim Zahnarzt zur Beruhigung des Patienten gespielt wird. Dadurch erklärt sich vielleicht auch der nicht vorhandene Spannungsbogen, wodurch der Hörer systematisch eingelullt wird.

Sollte das das Ziel gewesen sein, hätte sich „Playing God“ die Höchstnote verdient. Weil das aber nur zu glauben ist, muss sich „die kleine Frau mit der großen Stimme“ (die immerhin drei Oktaven umfasst) auch heuer nur mit einem Trostpreis zufrieden geben. Denn was hier unter dem Deckmantel von Ethno- und World Music läuft, ist nichts anderes als ein Luftballon, aus dem die Luft langsam entweicht.

Anspieltipps:

  • Fly
  • Golden dust
  • The water came

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