Lucie Niemelä - Doses - Cover
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Lucie Niemelä Doses


  • Label: ZeitArt Musik
  • Laufzeit: 53 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

„Doses“ bietet die Exotik einer tschechisch-finnischen Songschreiberin.

Glück gehabt! Nur weil die seit Jahren in Finnland lebende Singer/Songwriterin Lucie Niemelä in Tschechien geboren wurde, müssen die gängigen Klischees, die Kritiker gerne und oft im Zusammenhang mit finnischen Musikern in den Raum werfen, nicht in der Schublade bleiben. Denn am Ende entscheiden neben den Genen auch äußere Einflüssen und bestimmen so die Kunst bis zu einem gewissen Grad mit. Wohl deshalb kann sich auch Lucie Niemeläs Debütalbum „Doses“ nicht den latent dunklen Untertönen verwehren, die dem schweigsamen Volk aus dem hohen Norden Europas scheinbar in die Wiege gelegt wurden.

Lucie Niemelä schreibt und textet ihre Songs ausnahmslos selbst, spielt Piano und singt, wobei sie ihren Dialekt nicht gänzlich verbergen kann. Bei den Arrangements vertraut sie auf die Mithilfe ihres (wie wir mal annehmen) Ehemanns Jarkko Niemelä sowie den Musikern ihrer Band, die wiederum von einem Streicherensemble unterstützt werden. Die Streicherklänge sind es auch, die den Stücken noch mehr Tiefe verleihen, obwohl Lucie Niemeläs atmosphärische Kompositionen grundsätzlich nicht auf einer Easy-Listening-Welle schwimmen.

Dessen ungeachtet stehen neben düsteren Tracks und Balladen wie „Apologies pending“, „Eyes at war” und „Silent reward” auch beschwingte Piano-Popsongs wie „Seconds fly like feathers“, „Angry heart“ und „Another eye“, sodass „Doses“ unterm Strich ein ausgewogenes Erstlingswerk darstellt, das mit einem warmen Sound und der Exotik einer tschechisch-finnischen Songschreiberin auf sich aufmerksam macht.

Anspieltipps:

  • Doses
  • Miners
  • Telepathy
  • Another eye

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