Tove Styrke - Tove Styrke - Cover
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Tove Styrke Tove Styrke


  • Label: Epic/Sony Music
  • Laufzeit: 41 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein neuer Stern am Pophimmel oder doch nur ein weiteres Sternchen am Castinghimmel?

Tove Styrke ist eine weitere Sängerin, die sich in die Reihe der Castingsternchen einreihen kann. 2009 wurde sie Dritte im schwedischen Format Idol und landete so direkt einen Plattenvertrag bei Sony. Das in ihrer Heimat bereits 2010 erschienene selbstbetitelte Album „Tove Styrke“ darf nun mit einigen Überarbeitungen auch den deutschen Markt erfreuen. In Deutschland wurde die Sängerin vor allem durch die Fernsehsendung „Das Perfekte Model“ bekannt, der die im August 2011 erschienene Single „Call My Name“ als Titelsong diente.

Passen eröffnet „Call My Name“ in der Albumversion den Silberling, eine durchaus stärkere Ohrwurmnummer, die gleichzeitig nicht nur die musikalische Grundrichtung setzt – Electro-Pop – sondern auch direkt die Messlatte auf eine etwas höhere Erwartungshaltung legt. Leider zu Unrecht, denn die großen Showstopper fehlen diesem Album schlichtweg. Hier und da hat man das Gefühl, dass der Funke in die richtige Richtung springen möchte („Million Pieces “), doch insgesamt verschwimmen die Songs zu einem durchschnittlichen Ganzen. Hinzu kommt, dass auch die Beats nicht wirklich vom Hocker zu reißen wissen, dafür ist das Genre Electro-Pop dank Lady Gaga und dem allgemein ausgelösten Trend zu aufbereitet. Tove fehlt so leider die Einzigartigkeit, die amerikanische Genrekolleginnen wie Lady Gaga oder auch Britney Spears aus der Masse hebt. An Letztere fühlt man sich leider hier und da zudem erinnert (z.B. „Chaos“ verglichen mit „Lace and Leather“). Wäre dann wenigstens noch eine einzigartige Stimme, die den Songs etwas Besonderes geben würde, wäre vielleicht einiges gerettet. Doch Genretypisch bleibt leider auch hier vieles auf der Strecke, so dass es nicht so einfach ist einen gewissen Widererkennungswert ausfindig machen zu können.

Man muss der jungen Dame zu Gute halten, dass sie ihre Songs zum großen Teil selbst schreibt. Ihre Texte leiten durchaus hier und da zu einem kleinen Schmunzeln („Stalker On My Speaker“), was durchaus Pluspunkte einbringt. Insgesamt bleibt leider nur ein durchschnittlicher – wenn überhaupt! –, radio- und clubtauglicher Eindruck zurück.

Anspieltipps:

  • Call My Name
  • Million Pieces
  • Sticks And Stones

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