Emeli Sandé - Our Version Of Events - Cover
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Emeli Sandé Our Version Of Events


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 49 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein etwas mutloses Debüt der bewiesenen Hitsongschreiberin aus Schottland.

Nachdem die schottische Soul-, Pop- und R&B-Sängerin Adele Emeli Sandé in den vergangenen drei Jahren bereits mit Acts wie Chipmunk, Tinchy Stryder, Professor Green, Naughty Boy und Tinie Tempah zusammenarbeitete und Songs u.a. für Susan Boyle, Leona Lewis und Cheryl Cole schrieb, ist es nun an der Zeit für das erste Soloalbum der 24jährigen Nachwuchshoffnung.

Ab sofort steht die ehemalige Neurologie-Medizinstudentin aus der Universitätsstadt Aberdeen also selbst im Rampenlicht und nicht mehr nur ihre Songs, die von anderen Künstlerinnen zu Hit-Ehren gebracht werden. Damit wählt die junge Sängerin und Songschreiberin den deutlich schwereren Weg. Denn sich als Newcomer im Soul- und R&B-Segment durchzusetzen, ist vielleicht noch schwieriger, als im Bereich der Pop- oder Rockmusik, weil die stilistischen Grenzen enger gezogen sind, das Publikum keine Innovationen, aber doch einen modernen Sound erwartet.

Doch Emeli Sandé macht sich um all das keinen Kopf, sondern verlässt sich auf ihre Stärken als Songschreiberin, die zwar eine charaktervolle Stimme vorzeigen kann, ohne aber das Volumen einer Adele Adkins (23) zu erreichen. So richtet die Schottin ihren Sound mehr in Richtung Popmusik aus und garniert diesen Schachzug mit klaren und eingängigen Melodienbögen, die Radiomacher so sehr mögen, weil sie die Hörerschaft umschmeicheln, ohne sie von anderen Tätigkeiten abzulenken („Read all about it“, „My kind of love“).

Damit macht die 24-Jährige vermutlich das Beste aus ihrer Situation. Denn mit Songs wie „Mountains“, „Daddy“ oder „Maybe“ lassen sich viele neue Kundinnen ködern, die dringend einen Hit benötigen. Leider zeigt sich Emeli Sandé nur selten etwas mutiger, wie bei der temporeichen Singleauskopplung „Heaven“, die die Beat-Struktur des Pet Shop Boys-Klassikers „Being boring“ zitiert und zappeligen TripHop mit wuchtigen Orchesterklängen vereint. Das ist schade. Denn mit dem restlichen Bündel eindeutig hitverdächtiger Songs lässt sich zwar Respekt, aber keine Euphorie ernten.

Anspieltipps:

  • Daddy
  • River
  • Maybe
  • Heaven
  • Read all about it
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