No More - Sisyphus - Cover
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No More Sisyphus


  • Label: Rent A Dog/ALIVE
  • Laufzeit: 47 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Vieles von No More fußt in der Vergangenheit, Synthesizer und Sequenzer schwirren und peitschen zwischen DAF und Liaison Dangereuses, die auf gegenwärtigen Electroclash treffen.

Die Geschichte von No More beginnt bereits im Jahr 1979. In Kiel als Quartett gegründet waren sie Teil der damals blühenden Dark- und No-Wave-Szene. Ihr geschichtsträchtigster Song ist das 1981 veröffentlichte „Suicide Commando“, nachdem sich später eine belgische Band benannte. Selbst der NME hatte den Song und No More auf der Rechnung. So wurde „Suicide Commando“ über die Jahre hinweg szene- und genreübergreifend erfolgreich. In den 1990ern wurde der Track von der Techno- und Electroszene entdeckt, schließlich von DJ Hell und Echopark remixt.

Nach der LP „Hysteria“ (1986) trennte sich die Band. Tina Sanudakura und Andy A. Schwarz gründeten Nijinsky Style. 2006 veröffentlichten die Beiden wieder unter dem Namen No More das Album „Remake/Remodel“ und „Midnight People & Lo-Life Stars“ erschien 2010. Im gleichen Jahr erschienen ein Boxset, das die frühen Jahre (1979-1986) abdeckt und ein Live-Album.

Auf dem aktuellen „Sisyphus“ ist Tina Sanudakura für Keyboards, Theremin, Electronica, Percussion, Programming zuständig, außerdem spielt bzw. bedient sie den grünen Kreis, was auch immer das heißen mag. Andy Schwarz ist für Vocals, Guitars, Bass, Percussion und Programming verantwortlich. Vieles von No More fußt in der Vergangenheit, Synthesizer und Sequenzer schwirren und peitschen zwischen DAF und Liaison Dangereuses, die auf gegenwärtigen Electroclash treffen. Seltener greifen sie auf melodiöseren Synthie-Pop („Leaving Berlin“) zurück oder lassen die Gitarren in Shoegazer-Manier („Les Giraffes Sur Mer“) hallen.

Zum Finale sezieren sie ganz eigenwillig David Bowies „Heroes“, vereinen darin Noise, Melodie und Rhythmus. Es wäre also mehr drin gewesen in diesem Album, gerade die letzten drei Songs untermauern dies. Ansonsten werden auf „Sisyphus“ nur bzw. immerhin die Anhänger des Genres bedient.

Anspieltipps:

  • All Is Well – Senza Macchia
  • Leaving Berlin
  • Les Giraffes Sur Mer
  • Heroes

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