Barbara Lahr - Six String Call - Cover
Große Ansicht

Barbara Lahr Six String Call


  • Label: Skip Records
  • Laufzeit: 56 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Barbara Lahr lässt sich auf ihrem vierten Soloalbum stilistisch in keine Schublade stecken.

Die Sängerin und Multiinstrumentalistin Barbara Lahr (54) kennt der eine oder andere Interessierte sicher als Mitglied der musikalischen Multikultiband De Phazz, die seit 1997 am Start ist und seitdem in stetig wechselnden Line-ups regelmäßig neue Alben auf den Markt bringt. Das nächste De-Phazz-Werk wird übrigens im Sommer 2012 erwartet und soll auf den Titel „Audio Elastique“ hören.

Die Rheinland-Pfälzerin ist allerdings auch immer wieder mit Soloalben unterwegs und bringt mit „Six String Call“ ihren inzwischen vierten Solo-Longplayer heraus. „Six String Call“ wurde in Trio-Besetzung (Barbara Lahr am Bass und Mikrophon, Bernhard Sperrfechter an der Gitarre und Erwin Ditzner an den Drums) live im Studio eingespielt und fängt den Geist einer zum Teil improvisierten Session ein, in der der Schlagzeuger Erwin Ditzner kein einziges Mal zu den Schlagstöcken griff, sondern das gesamte Songmaterial lediglich mit dem Besen einspielte.

Neben dem Weglassen von Samples und elektronischen Spielereien resultiert auch aus diesem Umstand der reduziert-intime Sound des von Marco Schneider produzierten Albums, das sich stilistisch gar nicht so leicht in eine Schublade stecken lässt. Ist „Six String Call“ ein Jazz-Album oder doch eher Lounge-Pop? Gehört Barbara Lahr wegen ihrer persönlichen Texte in die Liedermacher- oder aufgrund der zum Teil progressiven Songstrukturen gar in die Avantgarde-Ecke?

Das alles lässt sich nicht an einigen wenigen Punkten festmachen – und das ist auch gut so. Denn dadurch bezieht „Six String Call“ seine Spannung, die den geneigten Hörer sogar diverse Neueinspielungen bereits bekannter Titel wie „Jackboot angel“ oder auch „Sorrow“ (großartige Melodie!) in neuen Klanggewändern erfreut durchwinken lässt.

Anspieltipps:

  • Sorrow
  • Bye bye love
  • Walzer & Tangos
  • Autobiography of everything

Neue Kritiken im Genre „Jazz-Pop“
Diskutiere über „Barbara Lahr“
comments powered by Disqus