Lo Fat Orchestra - The Second Word Is Love - Cover
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Lo Fat Orchestra The Second Word Is Love


  • Label: Sounds Of Subterrania/Rough Trade
  • Laufzeit: 41 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Spiel mit den Stilen Electro, New Wave, Indie- und Space-Pop ist leider nur in Ansätzen gelungen.

Im Jahre 2005 wurde das Lo Fat Orchestra gegründet. Es handelt sich um ein schweizerisches Trio, das sich aus Sänger und Orgelspieler Christoph Schmid, Schlagzeuger Daniel Zimmermann sowie Bassist Thorsten Strohmeier zusammensetzt. Nach „Canned Candies“ (2007) und „Questions For Honey“ (2009) veröffentlichen Lo Fat Orchestra nun ihr drittes Album. Ihren Stil bezeichnen sie selbst als „Popmusik ohne Grenzen“ und tatsächlich finden sich allerlei musikalische Einflüsse in den zehn Songs von „The Second Word Is Love“.

Den Anfang macht der Titel „Be Honest“, dessen rhythmische Sequenz an DAF mahnt und auch die Monotonie der Krautrocker Neu ist nicht weit. Darüber rollen altmodische Hammondorgeltöne und Synthesizer, während im Hintergrund der Sänger die Texte nölt. Immer wieder treffen Tradition und Moderne aufeinander, ausgerechnet auf dem Titel „Going With The Punks“ wird ein Streichquartett eingesetzt. Allzu ernst nimmt sich das Trio dennoch nicht, hat aber den Anspruch gute Popmusik zu erschaffen. Manche Songs funktionieren besser als andere. Der durchaus vorhandene Groove wird leider allzu oft mit der omnipräsenten Orgel zugekleistert, hier wäre weniger mehr gewesen.

„The Second Word Is Love“ hat zwar seine Momente, verheimlicht jedoch nicht, dass Anspruch und Wirklichkeit auseinanderdriften. Das Bemühen und teilweise Gelingen ist greifbar, leider wird oftmals Spannung und Dynamik vernachlässigt. Das Spiel mit den Stilen Electro, New Wave, Indie- und Space-Pop ist leider nur in Ansätzen gelungen. Am besten weiß noch „Master 3000“ zu gefallen, weil da die Mischung aus Rhythmus, Melodie und Groove im richtigen Mischungsverhältnis verabreicht wird.

Anspieltipps:

  • Going With The Punks
  • Master 3000
  • The Band Is Broke

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