God Forbid - Equilibrium - Cover
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God Forbid Equilibrium


  • Label: Victory Records
  • Laufzeit: 56 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

„Equilibrium” ist moderner Metal mit der richtigen Mischung aus Härte und Melodie sowie viel Abwechslung.

Metalcore ist ein Begriff der dazu führt, dass sich einige Leute gleich abwenden und das Interesse verlieren. Es gibt nun mal extrem viele amerikanische Bands, die diesen Stil in den letzten Jahren geprägt haben. Nicht umsonst wird von der New Wave Of American Heavy Metal gesprochen. Dieser Umstand hat wahrscheinlich dazu geführt, dass einige Bands, die mit diesem Genre in Verbindung gebracht werden, unberechtigterweise wenig bekannt sind im guten alten Europa. God Forbid sollten genau zu diesen gezählt werden, denn Metalcore ist ein Begriff, der die Musik der fünf Jungs aus New Jersey nur unzureichend beschreibt. Die Songs von God Forbid besitzen neben den Metalcore Elementen so viele verschiedene Vermengungen aus dem Metalbereich, dass sie als moderne, übergreifende Metalmusik tituliert werden sollten. Das neue Album „Equilibrium“ ist genauso ein Beweis dafür wie die Vorgänger „Earthsblood“ und „IV: Constitution Of Treason“.

Diese Musiktruppe kreiert konstant gute Metalalben und ist in Übersee auch entsprechend bekannt. Auf „Equilibrium“ werden dem Hörer keine unnötigen Prahlereien der Schnelligkeit, der technischen Möglichkeiten oder sonstige musikalische Wettbewerbe um die Ohren gehauen. Songwriting steht für die Band an erster Stelle. Knackige Kompositionen mit der richtigen Mischung aus Härte und Melodie, die nötigen coolen Riffs, schnellen Gitarrensoli, all das beherrscht das Quintett aus dem Effeff. In „Move On“ sind diese Zutaten besonders gut vermengt und es fällt auf wie wunderbar sich die Shouts und der normale Gesang abwechseln und ergänzen. Die kleine Kunstpause im Song, die ausgerechnet bei dem Wort „mother“ und „fucker“ eingeschoben wurde, ist fein erdacht um die Bedeutung zu steigern. Eine Kleinigkeit, aber doch auffällig.

Ständige Variationen der Metalbeilagen führen zu einer gehörigen Portion Abwechslung. Es tauchen richtig schnelle Trash-Metal Kracher wie „Cornered“ auf, eine Chimäre aus Thrash und Death unter dem Namen „A Few Good Men“, oder das instrumentale „Awakening“ mit an Meshuggah erinnernden gedämpften Gitarrenriffs. Da wäre „Conquer“, das durch sein prägnantes cooles und dunkles Riff heraussticht oder der stark melodische Mittelteil des Albums mit „Overcome“ und dem Titeltrack. Ausfälle sind Fehlanzeige, 56 Minuten Musik voll von modernem Metal, der richtig Spaß macht.

Anspieltipps:

  • Move On
  • Cornered
  • Conquer
  • Equilibrium

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