Sound Of Guns - Angels And Enemies - Cover
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Sound Of Guns Angels And Enemies


  • Label: Distiller/Rough Trade
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ohne zu sehr in das verführerische Klangreich des Pop abzusinken, finden die Mannen aus Liverpool immer wieder den nötigen Schliff an Rock.

Kann man überhaupt noch Rockmusik machen, wenn man gleichzeitig die Massen begeistern will? Diese Frage stellt man sich heutzutage nicht nur wegen des Hipstertums, sondern auch weil man Rock mit Rebellen verbindet. Dabei denken wir zurück und denken an Frank Zappa, der zwar eine Legende ist, es aber nicht mit Elvis Presley aufnehmen kann. Letzterer hat nicht gerade aufwühlende Musik gemacht. Textlich und inhaltlich vielleicht, aber die Musik des Kings ging stets leicht ins Ohr. Genau in dieser Sparte – nur moderner – wollen auch Sound Of Guns ihr Glück versuchen. „Angels & Enemies ist dabei ihr neuester Anlauf.

Die Band mischt dabei kompromisslos die Erfolgsrezepte solcher Größen wie OneRepublic, Coldplay und Keane. Egal ob der Opener „Sometimes“ oder das anschließende „Antarctica“: Hier wird mit pathetischen Refrains, Streichern und Klavier jongliert, um den Sound der Band nicht einfach nur nach Rock klingen zu lassen. Ohne dabei zu sehr in das verführerische Klangreich des Pop abzusinken, finden die Mannen aus Liverpool immer wieder den nötigen Schliff an Rock. In dieser Symbiose erinnern sie auch immer wieder an die Altmeister von U2.

Der moderne Ansatz der Band sorgt jedoch eher für Verwechslungen mit den vorher genannten Bands. Gerade dadurch, dass die Band so viele ähnliche Vertreter hat, fällt es schwer die Band nicht als Teil eines großen Ganzen wahrzunehmen. Die eigene Identität haben sie sich mit Radiohymnen wie „The Whites Of Your Eyes“ und eingängigen Rocknummern, die nur so die kurze Tracklist pflastern, eigentlich redlich verdient. Die Hits bleiben irgendwie trotzdem aus und man kann den Finger nicht darauf legen, woran es genau liegt. Das Album macht durchgehend Spaß, profitiert und leidet aber an der Kurzweiligkeit der Stücke gleichermaßen.

Anspieltipps:

  • End Of The World
  • The Whites Of Your Eyes
  • Antarctica

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