Job For A Cowboy - Demonocracy - Cover
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Job For A Cowboy Demonocracy


  • Label: Metal Blade/Sony Music
  • Laufzeit: 40 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

„Demonocracy“ ist definitiv nicht „fucking awesome“.

Job For A Cowboy sind seit ihrer Gründung von vor 9 Jahren und vor allem dem ersten Lebenszeichen in Form der EP „Doom“ aus 2005 nicht gerade dafür bekannt halbe Sachen zu machen: Wenn ein Track auf einem Riff herum kauen soll und der Rhythmusabteilung nichts Besseres dazu einfällt als sich der Monotonie anzuschließen, dann ist das zu 100% Job For A Cowboy. Wenn eine Komposition die wüstesten Taktwechsel beherbergt und dazwischen ein chaotisches Gitarrenmassaker statt findet, dann ist das ebenfalls zu 100% dieselbe Band, die mit „Genesis“ (05/2007) und „Ruination“ (07/2009) auf dem schmalen Grat zwischen technischem Anspruch und anspruchsvollen Technikgebärden gewandelt ist.

Nach einigen Besetzungswechseln hat das für Johnny Davy (Gesang), Al Glassman (Gitarre), Tony Sannicandro (Gitarre), Nick Schendzielos (Bass) und Jon Rice (Schlagzeug) wohl nichts anderes bedeutet, als den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und mit „Demonocracy“ die Trademarks der Band ein weiteres Mal der hungrigen Metalgemeinde vor die Füße zu werfen und das Resultat mit hübschen Zusätzen wie „fucking awesome“ und „the best work of my life“ zu schmücken. Blöderweise reicht das für die dritte Schlachtplatte der Jungs aus Glendale, Arizona nicht aus.

Abgesehen von ein paar kurzen Geistesblitzen rauscht der Eröffnungsdreier „Children of deceit“, „Nourishment through bloodshed“ und „Imperium wolves“ trotz Höllentempo und nahtlos ineinander übergehenden Rhythmuswechseln nämlich äußerst gleichgültig und seelenlos am Trommelfell vorbei. Erst „Tongueless and bound“ setzt auf die richtigen Hakenschläge innerhalb des monotonen Technikgepolters und „Black discharge“ kontert überhaupt mit gezielten Schlägen in die Magengrube. Danach herrscht wieder geistige Sparflamme und „The manipulation stream“ und „Fearmonger“ rasen unter der Aufsicht von The Black Dahlia Murder- und Whitechapel-Produzent Jason Suecof als Hybrid aus diesen beiden Gruppierungen gegen die Wand.

Gerade einmal „The deity misconception“ kann mit seinem unbarmherzigen Klangbild, sowie sinnvollen Dynamikeinbrüchen ein letztes Mal punkten, während sich die mit 6 Minuten für einen Job For A Cowboy-Track äußerst großzügig angelegte Nummer „Tarnished gluttony“ nicht entscheiden kann, ob sie für einen Soundtrack, ein Death Metal-Album oder eine Meditations-CD vorsprechen will und auf halber Strecke vollends den Faden verliert. Nein, „Demonocracy“ ist definitiv nicht „fucking awesome“ und vom besten Werk der fünf Jungs kann auch keine Rede sein. Gut, wenigstens ist das Coverartwork wieder einsame Spitze!

Anspieltipps:

  • Black Discharge
  • Tongueless And Bound
  • The Deity Misconception

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