Rufus Wainwright - Out Of The Game - Cover
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Rufus Wainwright Out Of The Game


  • Label: Decca/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Rufus Wainwright hat mit „Out of the Game“ ein rundes, klassisches Pop-Album im Singer/Songwriter-Stil erschaffen, das von unterschiedlichsten Einflüssen inspiriert ist.

Wenn zwei musikalische Genies zueinander finden, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder gibt es ein fulminantes Feuerwerk oder es geht vollends in die Hose. Der Singer/Songwriter Rufus Wainwright und Produzent Mark Ronson haben auf „Out Of The Game“ sehr gute Arbeit geleistet. Es sprühen Funken und von einem Reinfall ist keinesfalls die Rede.

Es ist das siebte Album des amerikanisch-kanadischen Singer-Songwriters und nach jahrelanger Übung ist das neue Werk von Rufus Wainwright an einigen Stellen sogar ein bisschen tanzbar. „Bitter Tears“ ist erfrischender Oldschool-Pop. „Out oft he Game“ ist Pop in alter Manier, der wahrlich an Ikonen wie David Bowie oder Elton John erinnert.

„Out oft he Game“ steckt voll von unterschiedlichen Einflüssen, von Gospel-Klängen in „Jericho“ bis hin zu Musical-Einlagen wie in „Montauk“. Ein leichter Country-Hauch durchfließt das tieftraurige „Respectable Dive“ und auch die Inspirationen, die sich Rufus Wainwright als Schöpfer einer Oper geholt hat, sind auf dem Album zu hören. Textlich bleibt auch dieses Album vor allem eins: Melancholisch und voller Liebe. Wainwright suhlt sich erneut so sehr in Traurigkeit, dass dem Hörer nichts anderes übrigbleibt als sich wortlos und mitfühlend einzureihen. Es geht um seine verstorbene Mutter, seine Tochter und seinen Verlobten.

Rufus Wainwright hat mit „Out Of The Game“ ein rundes, klassisches Pop-Album erschaffen, das von unterschiedlichsten Einflüssen inspiriert ist. „Es ist das poppigste Album, das ich je gemacht habe“, sagt Wainwright selbst über sein neues Album. Mark Ronson gibt dem Ganzen als Produzent den letzten Schliff und betitelt „Out Of The Game“ als „bestes Album seiner Karriere“. Mitverantwortlich für das bedeutende Album „Back To Black“ von Amy Winehouse und einzelne Songs von Christina Aguilera, Lily Allen und Robbie Williams, zählt Mark Ronson mittlerweile als Hitgarant. Bleibt zu hoffen, dass Rufus Wainwright sich nach seinen hochkulturellen Ausflügen jetzt mit einem Erfolgsproduzenten nicht nur in die Charts drücken lässt.

Anspieltipps:

  • Out of the Game
  • Bitter Tears
  • Respectable Dive

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