Eklipse - A Night In Strings - Cover
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Eklipse A Night In Strings


  • Label: Mrs Green Records
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Sexy, geheimnisvoll und vor allem musikalisch hochwertig. So schaffen es die Damen nicht nur auf den ersten Blick zu gefallen.

Eklipse – sie scheinen die Neuentdeckung des Jahres 2012 für die Gothic-Szene darzustellen, zieren jedes nur erdenkliche große Cover der Szenemagazine. Sie präsentieren sich mysteriös und sexy, und treffen damit optisch genau deren Geschmack. Zudem spielen sie direkt groß auf: Nachdem sie im Sommer 2011 Unhelig begleiten durften, eröffnen sie nun die Konzertabende für Nightwish. Doch zunächst beweisen sie mit ihrem Debütalbum „A Night In Strings“ ihr musikalisches Können.

Präsentiert wird eine Variation aus Pop, Rock und Soundtracktiteln, die auf zwei Violinen, Cello und Bratsche neu interpretiert wurden. Dabei orientiert man sich nicht zwingend an den Favoriten des optisch potentiellen Publikums sondern greift über den Tellerrand der Erwartungen. So erstrahlen bekannte Melodien nicht nur in einem neuen Kleid sondern auch durchaus für ein neues Publikum.

Gerade in der Szene mag man nun natürlich den Vergleich zu Apokalyptica herstellen, die durchaus ähnliche Wege gegangen sind, doch mit den Metal-Cellisten aus Finnland haben diese vier Damen nicht viel überein außer der Wahl der Instrumentenart. Genauso könnte man sie mit David Garrett vergleichen, der auf seiner „Rock Symphonies“ ähnliche Wege für ein anderes Publikum gegangen ist. Eins kann man allerdings allen drei Künstlern unterstellen: Sie beweisen, dass man mit diesen für manche ein wenig verstaubten, klassischen Instrumente mehr anstellen kann, als nur klassische Orchesterwerke zu spielen und sie zu lernen ebenso viel Variabilität bietet wie das Erlernen der Gitarre oder des Klaviers.

Auf „A Night In Strings“ erfinden Eklipse natürlich weder das Rad noch die interpretierten Songs völlig neu. Doch sie beweisen ihre musikalischen Fähigkeiten in Vielschichtigkeit und Detail in jedem Titel aufs Neue. Hier sind vier Damen am Werk, die ihre Instrumente nicht nur beherrschen, sondern auch wissen, wie man mit reinen Melodien ebenso Emotionen erwecken kann, wie es in den meisten Fällen nur eine gute Gesangsstimme und die Lyriks schaffen. Darin liegt wahrscheinlich die wahre Kunst der Instrumentalmusik, denn sie kann sich nicht darauf verlassen, dass ihre Botschaft mit Worten ankommt. In ihr muss jede Emotion noch viel deutlicher liegen um nicht nur das Ohr des Publikums, sondern auch ihr Herz zu erreichen. Diese Hürde meistern die Musikerinnen von Eklipse mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit und machen so ihre Musik trotz allgemeiner Bekanntheit der Songs selbst interessant, anziehend und erfrischend.

Sexy, geheimnisvoll und vor allem musikalisch hochwertig. So schaffen es die Damen nicht nur auf den ersten Blick zu gefallen, sondern beweisen ihr Können und machen mit einem guten Album neugierig auf mehr.

Anspieltipps:

  • In The End
  • Cry Me A River
  • Paparazzi

Dieser Artikel ging am um 15:42 Uhr online.
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