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Soundtrack The Hunger Games: Die Tribute Von Panem


  • Label: Republic/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 58 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein hochkarätig besetzter Soundtrack zu einem der Blockbuster des Kinojahres 2012.

Endlich mal wieder ein Album, das die gute alte Tradition pflegt, die da sagt, dass zu einem echten Blockbuster Movie auch ein (zumindest auf dem Papier) hochkarätig besetzter Soundtrack mit bitteschön brandneuen Songs gehört. Mit dem von dem Soundtrack-erfahrenen T Bone Burnett (Natalie Merchant, Jakob Dylan, John Mellencamp, Counting Crows) produzierten Longplayer zum US-Science-Fiction-Film „Die Tribute von Panem - The Hunger Games“ liegt nun so ein Edelprodukt aus dem Hause Universal Music vor.

Dafür aktivierte die Major-Plattenfirma eine bunt gemischte Künstlerschar, die zu einem guten Drittel aus den eigenen Label-Reihen stammt und mit gleich zwei Auftritten von Taylor Swift dem Superstarstatus der 21-Jährigen gerecht wird. Doch davon sollte sich der geneigte Interessent nicht in die Irre jagen lassen. Denn auf „Die Tribute von Panem - The Hunger Games“ wird den beteiligten Künstlern nicht wahllos freier Lauf gelassen. T Bone Burnett sorgte dafür, dass sich alle Künstler in einem stilistischen Rahmen aus Country, Folk, Americana und düsterer Singer/Songwriter-Musik bewegen, egal ob diese nun Birdy, Kid Cudi, Maroon 5 oder Miranda Lambert heißen.

Dabei ist ein atmosphärisch äußerst dichter Album-Sampler herausgekommen, der durch die kanadischen Indie-Rocker von Arcade Fire mit einem angsteinflößenden Gitarrenfeedback eröffnet wird, ehe ein apokalyptischer Kinderchor eine bittersüße Traummelodie anstimmt („Abraham’s daughter“). Damit ist der Hörer auf Anhieb in den Fängen eines Soundtracks, der reichlich mit Höhepunkten ausgestattet ist. Da wäre zum Beispiel das bedrohlich wabernde „The ruler and the killer“ von Kid Cudi, die minimalistische Gänsehaut-Ballade „Safe & Sound“ von Taylor Swift oder das wütend polternde „Take the heartland“ von Glen Hansard. Da entsagen selbst Maroon 5 ihrem radiofreundlichen Pop und servieren mit „Come away to the water“ einen wie auf Wolken schwebenden Akustiktrack.

„Die Tribute von Panem - The Hunger Games“ ist endlich mal wieder ein Soundtrack, der nicht als Resteverwertung oder getarnter Hit-Sampler daherkommt. Hier wurden exklusive Stücke für einen Film geschrieben, den man nicht gesehen haben muss, um die Musik in seinem Kopf arbeiten zu lassen.

Anspieltipps:

  • Birdy – Just a game
  • Taylor Swift – Eyes open
  • The Frames – Take the heartland
  • Acade Fire – Abraham’s daughter
  • Kid Cudi – The ruler and the killer
  • Taylor Swift & The Civil Wars – Safe & Sound

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