Tenacious D - Rize Of The Fenix - Cover
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Tenacious D Rize Of The Fenix


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die selbsternannte beste Band der Welt lässt dem Wahnsinn wieder freien Lauf.

Es hat ein paar Jahre gedauert, bis sich Jack Black und Kyle Gass alias Tenacious D vom Flop ihres Kinofilms „Tenacious D: The Pick Of Destiny“ (2006) erholt hatten. Doch nun sind die beiden Fun-Rocker wieder angriffslustig und erneut bereit die Welt zu erobern. Als selbsternannte beste Band der Welt (gab es da nicht noch eine?) ist das schließlich das Mindeste, was der Hörer von dem Duo erwarten darf.

Und Tenacious D lassen sich nicht lumpen, auch wenn die Aufnahmen des neuen Werks „Rize Of The Fenix“ in der Garage eines Kumpels stattfanden (wer braucht heute noch teure Studiotempel?) und nicht mehr als 600 Dollar kosteten. Trotzdem hat die Band alles dabei, was ein gutes Album benötigt: Sex (man achte bitte genau auf das Cover!), Drugs (Fast Food) und Rock’n’Roll (Dave Grohl von den Foo Fighters saß an den Drums).

Bei diesen Zutaten ist klar, dass sich Tenacious D auf „Rize Of The Fenix“ stilistisch treu geblieben sind. So sind die Songs immer in der Art kleiner Rockopern aufgemacht (darunter machen es Tenacious D nicht!), die als musikalisches Grundgerüst zwei Akustikgitarren nutzen, über die Keyboards, bratende E-Gitarren, donnernde Drums und heimlich ins Studio eingeschmuggelte Flöten und Posaunen gelegt werden. Dazu gibt es wieder herrlich witzige Skits („Classical teacher“, „Flutes & trombones“) und gesangliche Extravaganzen, die die Geschichtsbücher der Rockmusik zitieren.

Der „The Pick Of Destiny“-Flop hat Jack Black und Kyle Gass auf wunderbare Weise motiviert und beflügelt, ein arschcooles Rockalbum aufzunehmen, das sich zum Schluss mit fliegenden Fahnen auch noch den „Parental Advisory: Explicit Content“-Sticker als Gütesiegel abholt („The fucked our asses“). Danach wird die untertänige Hörerschaft mit der tränenrührenden Schmuddelballade „39“, die verdächtig nach Smokie (!) klingt, in die kalte Welt da draußen entlassen, die nach dem Genuss dieses Albums um einiges erträglicher geworden ist.

Anspieltipps:

  • 39
  • Roadie
  • Low hangin‘ fruit
  • Flutes & trombones Flutes & trombones
  • The ballad of Hollywood Jack and the rage kage

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