Garbage - Not Your Kind Of People - Cover
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Not Your Kind Of People


  • Label: Cooperative/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 43 Minuten
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Nach sieben Jahren Pause sind Garbage zurück vom Müllhaufen der Musikgeschichte.

Nach ihrem 2005er Studioalbum „Bleed Like Me“ landeten Garbage als ehemalige Indie-Rock-Sensation mit mehr als 12 Millionen verkauften Tonträgern auf dem Müllhaufen (sic!) der Musikgeschichte. Denn was im Herbst des Jahres 1995 mit einem herausragenden Debütalbum begann, hatte sich bis dahin künstlerisch weitgehend totgelaufen, auch wenn die Verkaufszahlen weiterhin gut waren. Doch das Publikum merkte einfach, dass Garbage nur darauf bedacht waren, den Sound ihrer ersten beiden Werke zu konservieren, was letztendlich nicht klappte und nach einem vertragsbeendenden Best-Of-Album („Absolute Garbage: Greatest Hits“, 07/2007) zu einer Pause auf unbestimmte Zeit führte.

Alle Welt wartete seitdem auf das Soloalbum von Sängerin Shirley Manson, zu dem es bis heute nicht gekommen ist. Stattdessen trommelte die 45jährige Schottin ihre alten Mitstreiter Butch Vig, Duke Erikson und Stever Marker zusammen, um an die guten Zeiten zwischen 1995 und 2001 anzuknüpfen. Das bedeutet, dass das Quartett auch heuer auf eine Mischung aus elektronischen Elementen und Rockgitarren setzt, die im Idealfall von einer wie ein Magnet im Gehirn festhaftenden Melodie zusammengehalten werden.

Wenn eine Band, die in den 70er oder 80er Jahren groß war, heutzutage ein Comeback gibt und genauso klingt wie damals, wird das allgemein als normal hingenommen. Dass Garbage nun genau das Gleiche machen und ihren markanten Electro-Rock-Sound aus den ausgehenden 90er Jahren nahezu eins zu eins wiederauferstehen lassen, wirkt dagegen befremdlich. Doch warum ist das so? Vielleicht liegt es daran, dass Garbage damals nach nur zwei Alben als Hype eingestuft wurden, dem schneller als es der Band lieb sein konnte, die Luft ausging. Und wenn ein neues Album nach sieben Jahren Pause genauso klingen will, als schrieben wir noch immer das Jahr 1995, dann ruft dies nicht zwingend Begeisterung hervor. Die schlichte Wiederholung einer alten Erfolgsformel ist jedenfalls kein künstlerischer Freibrief!

So müssen sich Garbage den Vorwurf gefallen lassen, in Sachen Songwriting auf eine Art Recycling-Programm zu setzen, das zwar gut genug ist, um den einen oder anderen gefälligen Song abzuwerfen („Big bright world“, „Blood for poppies“, „Not your kind of people“), aber nicht, um ein durchgehend homogenes Album zu füllen. Zwar wurden die Gitarrenwände des vorherigen Albums deutlich zurückgenommen, doch dafür klingen die elektronischen Zutaten wie aus der Grabbelkiste für spätere Remix-Versionen und Single-B-Seiten. Auf Dauer ist das nicht nur zu wenig, es zerrt auch an den Nerven, denn auf so etwas hat niemand ernsthaft sieben Jahre gewartet.

Anspieltipps:

  • Battle in me
  • Big bright world
  • Blood for poppies
  • Not your kind of people

Dieser Artikel ging am um 09:29 Uhr online.
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