Peter Gabriel - Live Blood - Cover
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Peter Gabriel Live Blood


  • Label: Eagle Rock/EDEL
  • Laufzeit: 162 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie im Hause Eagle Records üblich, werden ursprünglich nur als DVD/Blu-ray veröffentlichte Titel nach einer kurzen Inkubationszeit mit einem neuen Titel nochmals als CD auf den Markt geworfen.

Wie im Hause Eagle Records üblich, werden ursprünglich nur als DVD/Blu-ray veröffentlichte Titel nach einer kurzen Inkubationszeit mit einem neuen Titel nochmals als CD auf den Markt geworfen. Auch Peter Gabriels auf das „New Blood“-Album (10/2011) aufbauende Live-DVD „New Blood: Live In London“ (10/2011) erfährt dieses Schicksal. Deshalb passt die Besprechung der DVD auch bei „Live Blood“ wie die Faust aufs Auge. Aber lesen Sie selbst!

Das „New Blood“-Konzert ist die Kulmination von Gabriels orchestraler Phase und gleichzeitig auch ihr Ende. Hier vereinbart er die Stücke anderer Künstler, die er auf „Scratch My Back“ radikal neuinterpretiert hat mit seinen eigenen Stücken, die für Orchester neu arrangiert wurden und auf dem „New Blood“-Album ihren Platz gefunden haben. Die Kombination dieser beiden Werke ist es, die das Konzert deutlich differenzierter und angenehmer macht als das Pendant auf CD.

Es folgt einer Dramaturgie wie sie in einem Film oder Buch typisch ist, die Reihenfolge der Songs ist dadurch logisch und konsequent. Zunächst werden die Stücke Gabriels aufgeführt, die sich für eine Orchestrierung wirklich geeignet haben, mit einem sehr Spannungsgeladenen Anfang („Intruder“ ) und einem Höhepunkt an Intensität weiter hinten in Programm bietend („The Rhythm Of The Heat“). Der gefühlte Abschluss „Blood Of Eden“ wird gefolgt von den melodischeren Stücken, quasi als Bonus und Pflichtprogramm für die Fans, aber es sind nun mal keine Stücke, die durch eine Orchestrierung besonders dazu gewinnen. Einige verlieren eher ihren Charme, wie „Don’t Give Up“, bei dem es eben nicht Kate Bush ist, die auf der Bühne steht.

Das „Live Blood“-Projekt ist konsequent wie man es von Gabriel kennt, seine Band hat er einfach in den Urlaub geschickt. Neben Gabriel und Orchester stehen noch zwei Hintergrundsägerinnen auf den Brettern, Tochter Melanie und Ane Brun. Sie stellen das wohl kontroverseste Element dieses Konzerts dar, denn sie singen nur selten synchron und manchmal einfach unpassend und unangenehm auffallend. Das Orchester ist dafür phantastisch und seine Präzision und die tollen Arrangements von John Metcalfe nicht zuletzt in „The Rhythm Of The Heat“ und „San Jacinto“ grandios wahrzunehmen. In letzterem atmet Gabriel gezielt ins Mikrofon und auch bei anderen Songs platziert er kleine aber sehr wirkungsvolle Gesangsextras.

Anspieltipps:

  • The Book Of Love
  • Darkness
  • Biko
  • San Jacinto
  • The Rhythm Of The Heat

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