The Hives - Lex Hives - Cover
Große Ansicht

The Hives Lex Hives


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 31 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein gutes, aber zu keiner Zeit wirklich überragendes Album.

Wenn man bedenkt, dass die Band The Hives aus Fagersta in Schweden bereits im Jahr 1993 gegründet wurde, ist die bisherige Ausbeute von vier Studioalben in der Zeit von 1997 bis 2007 sowie eine Art Best-Of-CD nicht gerade üppig. Das liegt vielleicht daran, dass das Quintett so gerne auf Tour geht und wie zum bis dato letzten Werk „The Black And White Album“ (10/2007) mal eben drei Jahre unterwegs ist. Drei Jahre Pause zwischen zwei Alben sind bei den Schweden demnach normal. Doch diesmal musste die gierende Fanschar fast fünf Jahre warten, bis Pelle Almqvist, Niklas Almqvist, Mikael Karlsson Aström, Mattias Bernvall und Christian Grahn ein neues halbes Stündchen Musik auf Band gebracht hatten.

In ihrem charmanten Größenwahn verkünden die Schweden ihr „Lex Hives“. Denn sie sind das Gesetzt und tragen neuerdings Zylinderhüte. Na ja, Hauptsache das Outfit ist irgendwie in Schwarzweiß gehalten. Ohne das geht es nicht. Dafür kommt „Lex Hives“ ganz ohne merkwürdige Produzenten-Credits (Timbaland und Pharrell Williams) und Queen-Anleihen aus. Do it yourself lautet die Maxime anno 2012. Und: Der Punkrock ist zurück im Universum der Hives!

Also Schluss mit Experimenten, aber auch zurück zu den Großtaten der Nullerjahre? Leider nicht ganz! Zwar treten die Schweden von Anfang an aufs Gaspedal und reißen den Hörer mit („Come on!“, „Go right ahead“), doch mehr als solides Liedgut springt dabei nur selten heraus, zum Beispiel wenn sie in „I want more“ fetten Bluesrock im Stil der White Stripes zelebrieren oder in „Patrolling days“ ein wahres Rifffeuerwerk auf den Hörer loslassen. Mit „Without the money“ (cooler Orgel-Sound!) und dem finalen „Midnight shifter“ finden sich sogar noch zwei starke Rock-Keulen im Programm. Dem gegenüber stehen aber auch vier, fünf durchschnittliche Titel, die den Gesamteindruck von „Lex Hives“ auf dem Niveau eines guten, aber zu keiner Zeit wirklich überragenden Albums einpendeln lässt.

Anspieltipps:

  • I want more
  • Patrolling days
  • Midnight shifter
  • Without the money

Neue Kritiken im Genre „Rock“
5.5/10

Songs Of Experience
  • 2017    
Diskutiere über „The Hives“
comments powered by Disqus