Exumer - Fire & Damnation - Cover
Große Ansicht

Exumer Fire & Damnation


  • Label: Metal Blade/Sony Music
  • Laufzeit: 44 Minuten
Artikel teilen:
Exumer - Fire & Damnation
10 1 6.5/10 Unsere Wertung Legende
3.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach 25 Jahren Sendepause ist das deutsche Thrash Metal-Gespann Exumer wieder „on air“.

Gerade einmal zwei Alben veröffentlichten Exumer Mitte der 80er Jahre („Possessed By Fire“ in 1986 und „Rising From The Sea“ ein Jahr später) und trotzdem gilt die Thrashkombo für Viele noch immer als die ultimative Antwort Deutschlands auf internationale Schwergewichte wie Slayer, Venom oder Exodus. Ray Mensh, seines Zeichens damaliges Gründungsmitglied und Gitarrist, will es nun nach mehr als zwei Dekaden wissen und hat sich mit Mem V. Stein (Gesang), H.K. (Gitarre), T. Schiavo (Bass) und Matthias Kassner (Schlagzeug) zusammen getan um erneut die Flagge des Oldschool Thrash Metals zu schwingen und zehn rasante Riffbolzen der weinerlichen Emo-Jugend ins Gesicht zu knallen.

Wer sich von „Fire & Damnation“ allerdings komplexe Gebilde a la Machine Head (z.B. „Locust“ vom September 2011) oder bissige Grammykost der Marke „World Painted Blood“ (10/2009) erwartet, der sollte das Comeback der fünf Deutschen besser meiden, denn bei Exumer regieren keine waghalsigen Tempoexzesse oder episch ausladende Longtracks. Hier kommen die Songs in maximal 3 ½ Minuten auf den Punkt und scheren sich einen feuchten Dreck um abwechslungsreichen Aufbau, variable Struktur oder ähnlichen Quatsch. Jede Nummer folgt zwar dem gleichen Schema, doch dafür steht der Spaß an der Musik im Vordergrund und genau deswegen funktioniert „Fire & Damnation“ auch blendend.

Kompositionen wie „New morality“, „Vermin of the sky“ oder der Titeltrack beziehen ihren Charme eben nicht allein dadurch, dass sie die Retro-Flagge schwingen oder ein beherztes Solo anbieten, sondern weil das Ganze klingt, als hätte man Ende der 80er einen fertigen Nachfolger zu „Rising From The Sea“ weggesperrt und erst jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dass „Crushing point“ zudem gut und gerne von Annihilators „Alice In Hell“ (09/1989) und „I dare you“ aus der Feder von Motörheads Chef-Warze Lemmy Kilmister stammen könnte, bestätigt nur den Eindruck, man würde einem schnörkellosen Bastard aus „Bonded By Blood“ (Exodus) und „South Of Heaven“ (Slayer) lauschen. Als kleine Draufgabe haben Exumer zudem noch drei Live-Bonustracks angehängt, die Zweifler endgültig davon überzeugen sollten, dass „Fire & Damnation“ eine ausgesprochen runde Sache für alle Old School Thrash-Veteranen geworden ist.

Anspieltipps:

  • Fallen Saint
  • New Morality
  • Fire & Damnation

Neue Kritiken im Genre „Thrash Metal“
Diskutiere über „Exumer“
comments powered by Disqus