Emmure - Slave To The Game - Cover
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Emmure Slave To The Game


  • Label: Victory Records
  • Laufzeit: 33 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Emmure bleiben sich treu und liefern Fließband-Metal für die Fans!

Ganz schön fleißig, die Herrschaften von Emmure! Schießen 2003 aus dem Boden, veröffentlichen jährlich eine Demo oder eine EP um endlich einen Deal mit einem Label einzusacken und sobald dieser in der Tasche ist, heißt es ab dem Debüt „Goodbye To The Gallows“ (03/2007) mit Ausnahme von 2010 jedes Jahr ein neues Update des zähnefletschenden, unablässig in die Magengrube schlagenden Deathcores der darbenden Fangemeinde zum Fraß vorzuwerfen. Der Lohn: Mehr als 250.000 verkaufte Einheiten in Amerika und als bisheriger Höhepunkt ein 60. Platz in den Billboard Charts für „Felony“ (08/2009).

Mit der Veröffentlichung von „Slave To The Game“, also dem mittlerweile fünften Album in sechs Jahren, fragt man sich dann natürlich, was Frankie Palmeri (Gesang), Jesse Ketive (Gitarre), Michael Mulholland (Gitarre), Mark Davis (Bass) und Mark Castillo (Schlagzeug) nach dieser (erneut) recht kurzen Zeit zu sagen haben und die Antwort fällt dementsprechend eindeutig aus: Nicht besonders viel. Der Nu-Metal-Ansatz ist zwar fast vollständig gestutzt worden, doch ansonsten herrschen wie eh und je kratzige Growls und Geschrei, Breakdowns an jeder Ecke, massive Rifferuptionen, gelegentlich dissonantes Gequietsche und Gepolter, sowie dezent eingebundene Samples vor. Bei „Slave To The Game“ von einem Update zu sprechen, wäre daher schon fast übertrieben, viel mehr handelt es sich um einen etwas größeren Patch um dem Programm Emmure wieder einen kurz(weilig)en Besuch abzustatten.

Sicherlich haben Palmeri & Co. mit deftigen Meshuggah-Attacken („Cross over attack“), donnernden Abrissbirnen („I am onslaught“) oder simplen, aber extrem effektiven, oszillierenden Sounds („Blackheart reigns“) den Moshpit unter Kontrolle, doch gerade die Masse an wirren („Umar dumps Dormammu“, „A.I.“), langweiligen („Mdma“, „War begins with you“) oder schlicht und ergreifend aufgewärmten Konstrukten („She gave her heart to Deadpool“, „Protoman“) degradiert das mit einer drückenden Produktion gesegnete Album recht schnell zu einem Blender mit Schulterzuck-Garantie. Meine Herren, wie wäre es denn mal mit einer kleinen Auszeit?

Anspieltipps:

  • I Am Onslaught
  • Blackheart Reigns
  • Cross Over Attack

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