Mark Stewart - The Politics Of Envy - Cover
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Mark Stewart The Politics Of Envy


  • Label: Future Noise Music
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Altmeister der Klangvisionen und politischen Statements kehrt explosiv zurück.

„The Politics Of Envy“ markiert die Rückkehr eines wahren Soundvisionärs und Polit-Aktivisten. Mark Stewart war Gründungsmitglied der Band The Pop Group, die neben ihrer Präsenz in der linken Szene von Bristol auch musikalisch polarisierten. Ihr Sound bediente sich beim Industrial sowie HipHop und hatte gleichermaßen großen Einfluss auf den Post-Punk wie auch auf den erst viele Jahre später durchstartenden TripHop mit dem unverkennbaren Bristol-Sound. So schließt sich der Kreis, denn Daddy G. von Massive Attack ist einer von vielen Kollaborateuren auf diesem von Dubstep beeinflussten Comeback-Album, darunter auch die gesamte Belegschaft von Primal Scream,.

Dieses Genre, welches zum Ärgernis vieler derzeit von Skrillex endgültig in kommerzielle Gefilde und mitunter in die Belanglosigkeit geführt wird, hat augenscheinlich viel Eindruck während des Entstehungsprozess von zwei Jahren auf den Musiker hinterlassen. Er versteht es jedoch, wie während seiner gesamten Karriere, zu verformen und die verschiedenen Elemente auszureizen. Ehe sich „Gang War“ mit seinem Dub/HipHop-Mix und Sprechgesang von Lee Perry in die aufrührerischen Gedanken groovt, holen Mark Stewart und Bobby Gillespie (Primal Scream) die UK-Rave Rock-Keule namens „Autonomia“ raus. Sirenenhaft duellieren sich die Beiden über sägenden Gitarren und Electro-Sounds, so dass Eruptionen vorprogrammiert sind.

Überhaupt agieren der Brite und sein Gespann stets am Limit der Bedrohlichkeit, der sich festsetzenden Spannung im Spiel der Stile aus schleppendem Electro-Pop („Method To The Madness“), hymnischem Dubstep („Want“) und verstörendem Industrial („Apocalypse Hotel“). Es rotieren die Genres, räudig mit dem gewissen Noise-Faktor in Szene gesetzt. Doch auch das Zündeln an den musikalischen Zuständen hat seinen Preis: Eine gewisse Reizüberflutung ist nicht zu leugnen.

Anspieltipps:

  • Autonomia
  • Gang War
  • Want
  • Apocalypse Hotel

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