Get Cape. Wear Cape. Fly - Maps - Cover
Große Ansicht

Get Cape. Wear Cape. Fly Maps


  • Label: Cooking Vinyl/INDIGO
  • Laufzeit: 40 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn man mit Damon Albarn quer durch Afrika reist, hinterlässt das Sound-Spuren à la Blur.

Mit einem Hauch von Bohemier-Geist und einer Menge Blur-Frontmann -Damon Albarn im Hinterkopf hat Sam Duckworth alias Get Cape. Wear Cape. Fly wieder einmal ein Album aufgenommen. Vielleicht hat er schon vorher in diese Richtung geklungen, aber noch nie war es so deutlich. Blur feiert eine seichte Wiederauferstehung in Duckworths neuer Arbeit „Maps“. Herauszufinden gilt es jetzt eigentlich nur noch, ob es sich um einen bloßen Schatten oder Material mit Fleisch am Knochen handelt.

Nach fast schon zu normalem Anfang in „The Real Mcoy“ erinnert der Gesang Duckworths endlich an Blur und deren ältere, einfachere Kost. Mit dieser Prä-„13“ Stimmung begibt man sich besonders im Bereich des Schlagzeugs aber auf Pfade experimenteller Popmusik und bietet in „Vital Statistics“ und „Daylight Robbery“ genug Eigenheiten, um sich vom Brei der breiten Masse abheben zu können. Leider reicht es in letzterem Stück musikalisch nicht dazu. Meistens schafft es die Band allerdings ihre Verschrobenheit so zu verbinden, dass anständige Kombinationen herauskommen. Bestes Beispiel ist die herrlich überzogene BritPop-Hymne „The Joy Of Stress“, die sich im Glanz der 90er suhlt.

Besonders stark erinnert der leichtfüßige Pop an „Parklife“ von Blur, wenn „Easy (Complicated)“ und das grandiose „The Long And Short Of It All“ sich die Ehre geben. Hier möchte man, in Verbindung mit der gelungenen Psych-Pop-Nummer „London's Burning“, an ebenbürtige Nachfolger Albarns glauben. Überraschend oft schafft es die Band des experimentellen Geist Blurs einzufangen und für sich zu nutzen. Allerdings hängt ihnen die Einfachheit der ersten Alben nach, die heute oftmals altbacken und überholt wirkt. Hipster würden wahrscheinlich auf Vintage plädieren, was aber nicht so umwerfend blendet wie es noch bessere Musik tun würde.

Anspieltipps:

  • Vital Statistics
  • London's Burning
  • The Long And Short Of It All

Neue Kritiken im Genre „Songwriter-Pop“
Diskutiere über „Get Cape. Wear Cape. Fly“
comments powered by Disqus