Motor - Man Made Machine - Cover
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Motor Man Made Machine


  • Label: CLRY/Rough Trade
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ohne viel Spektakel findet sich ein wenig mehr Industrial im Dance wieder. Schlicht und schnörkellos.

Licht aus, Schwarzlicht an! Motor melden sich mal wieder mit frischer Düsterkost für die Tanzflächen des Vereinigten Königreiches, aber auch dem Rest der Welt. Mit Industrial angehauchter Dance-Musik wollen die Soundbastler wieder in die dunkelsten Ecken der Clubs einladen. Damit der Hörer auch nach dem metaphorischen Lolli greift, dem die finsteren Fremden einem reichen, wird das Album mit Gastauftritten von u.a. Billie Ray Martin, Gary Numan und auch Depeche Mode-Aushängeschild Martin L. Gore aufgehübscht.

Harte Beats im Viervierteltakt, psychedelische Schreie („Hyper Lust“) und tiefe Synthies ergeben den typischen Mix aus elektronischem Dreck und Sex, der die Hörer zum Grinden bringen soll. Jetzt wo Trent Reznor dank David Fincher in aller Munde ist, ist diese Form der Club-Musik natürlich wieder gefragt. Wer allerdings keine Siebentageregenvisage und das dazugehörige Outfit in Dunkelschwarz vorweisen kann, muss gar nicht erst nach (finsterem) Sonnenschein fragen.

Ganz nach alter Schule werden die Beats von Industrial-Tönen beherrscht und Gesang, sowie Melodie werden vom Geist der 90er umgarnt. Diese Stimmung wird wie in einem großen Rausch abgehandelt und findet seine Aussetzer nur im Krachgebilde „Automne“ (im negativen Sinne) und in der überraschend leichten Nummer „Hello“ (im positiven Sinne). Ansonsten wird der Freund von schlichter Industrial-Dance-Musik die für die späten, dunklen Stunden gedacht ist, durchgängig massiert. Keine Höhepunkte, sondern ein durchgehender Prozess ist das Angebot, welches im Rausch der Nacht wohl mehr als genug ist. Für die weniger bevölkerten Abende daheim kann der recht unauffällige Mix allerdings nicht so viel Spektakel versprechen.

Anspieltipps:

  • Man Made Machine
  • Hyper Lust
  • Hello

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