The Rasmus - The Rasmus - Cover
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The Rasmus The Rasmus


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 41 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

The Rasmus spalten die Hörerschar wie gewohnt in zwei Lager, legen mit „Somewhere“ aber einen Sahnesong vor dem Herrn vor.

Lange war es still um die finnischen Pop/Rocker The Rasmus. Ihr letztes Studioalbum veröffentlichten sie vor vier Jahren („Black Roses“, 09/2008), dem mit „The Best Of 2001-2009“ (11/2009) noch eine Hitsammlung nachgeschoben wurde, mit der The Rasmus den Vertrag mit ihren Label erfüllt hatten. Die Band nahm sich daraufhin eine ganz bewusste Auszeit, die Sänger Lauri Ylönen (33) als erster beendete, indem er im vergangenen Jahr sein sehr elektronisches Solodebüt „New World“ (09/2011) präsentierte, das ursprünglich unter dem The-Rasmus-Banner erscheinen sollte, sich aber stilistisch als zu weit vom gewohnten Sound der Finnen entfernte entpuppte.

Diesen erfolgserprobten Markenzeichenklang haben sich Lauri Ylönen (Gesang), Pauli Rantasalmi (Gitarre), Eero Heinonen (Bass) und Aki Hakala (Drums) für ihr neues, bedeutungsschwer selbstbetiteltes Album aufgehoben und ohne berühmt-berüchtigte Songschreiber-Hilfskräfte, ganz wie am Anfang ihrer Karriere in Stockholm, Schweden zusammen mit Kumpel und Produzent Martin Hansen (u.a. Ana Johnsson, Scorpions, Smokie, Stanfour) aufgenommen.

Die vier Finnen beweisen tatsächlich, dass sie in Sachen Songwriting auf keine externen Ideengeber angewiesen sind. Denn mit den zehn Tracks auf „The Rasmus“ liefern die Mannen um Lauri Ylönen exakt zehn Paradebeispiele dafür ab, wie radiofreundliche Popmusik zu klingen hat: Weitgehend von E-Gitarren befreite, butterweiche Popsongs mit Schmusearrangements, bei denen jede Hookline runter läuft wie Honig, buhlen um die Gunst des geneigten Hörers und schämen sich dabei nicht, wenn sie nur knapp am Schlagerfach vorbeischrammen („I’m a mess“, „You don’t see me“) oder auf Textebene um den Gnadenschuss betteln („If you want some more, get down on the floor. What you’re waiting for? It’s your night. Go and live your life”).

Damit spalten The Rasmus die Hörerschar – wie bei ihnen gewohnt – in zwei Lager. Denn die einen werden sich ob der dreisten Weichspülermucke traditionell echauffieren, während die anderen die Melodien von Songs wie „Save me once again“, „End of the story” und „Somewhere“ abgöttisch lieben werden. Im Fall von „Somewhere“ ist das sogar allzu verständlich. Denn dieser Track zeichnet sich durch eine Hookline aus, die einem stundenlang nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Das lässt einen den übrigen Pomp und Kitsch auf „The Rasmus“ gerne verzeihen.

Anspieltipps:

  • Stranger
  • Somewhere
  • End of the story
  • Save me once again

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