Zico Chain - The Devil In Your Heart - Cover
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Zico Chain The Devil In Your Heart


  • Label: Suburban Records
  • Laufzeit: 41 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
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Museumsreife Rockmusik des Londonder Trios im zweiten Versuch.

Die englische Hardrockband Zico Chain – Chris Glithero (Gesang, Bass), Paul Frost (Gitarre) und Oli Middleton (Drums) – aus der Hauptstadt London feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Das ist eine beachtliche Zeitspanne, in der andere Bands dreimal über die Wupper gehen. Doch so richtig rund verlief die Karriere des Trios bis dato nicht, schaut man sich die zählbare Ausbeute ihres Schaffens mit drei EPs und nun zwei Longplayern an. Zuletzt machten Zico Chain eine zweijährige Pause, ehe sie in bester Do-It-Yourself-Manier ihr neues Album „The Devil In Your Heart“ im Winter 2011 in einem leer stehenden Haus aufnahmen, ohne einen Plattenvertrag in der Tasche zu haben.

Diesen haben die Londoner nun beim niederländischen Indie-Label Suburban Records unterschrieben, auf dem sie ihren (man muss schon sagen) Comebackversuch starten. Dazu mischen Zico Chain auf „The Devil In Your Heart“ klassischen Hardrock/Metal („Evasion”) mit Alternative („Black turns white”) und Nu-Rock („Perfect high“) sowie einer Portion Screamo („Case #44PQ_110807“). Das liest sich erst einmal etwas veraltet. Alternative Rock? Nu-Rock? Screamo? Das war vor zehn Jahren mal angesagt, aber heutzutage müssen andere Kaliber aufgefahren werden, um das Publikum hinter dem Ofen hervorzulocken.

Tatsächlich tun sich Zico Chain schwer, dem geneigten Hörer etwas zu bieten, was er so nicht schon tausendfach an anderer Stelle gehört hat. Dabei ist das Songwriting des Duos Glithero/Frost gar nicht mal schlecht. Doch leider läuft es bei den meisten Songs immer darauf hinaus, dass der Hörer irgendwelche Parallelen zu anderen Bands findet, die auf so illustre Namen wie Creed, Nickelback, System Of A Down, Live, Bush, Puddle Of Mudd oder auch Staind hören.

Das sind fürwahr große Namen, die allerdings auch schon ziemlich durchgenudelt sind. Und weil Zico Chain nichts anderes machen, als die Stilelemente der genannten Bands auf ihre Weise zu verwursten (man höre in „Mercury gift“ sogar Chöre á la Iron Maiden), kann das Ergebnis nicht mehr als dezent gehobener Durchschnitt sein.

Anspieltipps:

  • Mercury gift
  • New romantic
  • Black turns white
  • Case #44PQ_110807

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