4Lyn - Quasar - Cover
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4Lyn Quasar


  • Label: Veryus Records
  • Laufzeit: 44 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Kleine Detailänderungen machen die Musik der Nu-Rock-Urgesteine erträglicher, wenngleich auch nicht viel spannender.

Zäh wie Leder und stets motiviert wie Stehaufmännchen, kehren die Hamburger Ex-Nu-Metaller 4Lyn seit einer Dekade in regelmäßigen Abständen mit neuen Studioalben auf die Bildfläche zurück und lassen sich dabei auch nicht von zum Teil bösen und hämischen Kritiken einschüchtern. Als stünde die Band über den Dingen, versucht sie gar nicht erst einen Turnaround (auch wenn sich auf dem aktuellen Werk tatsächlich ein paar neuere Töne eingeschlichen haben) und tut auch auf „Quasar“ immer noch so, als hätte es das große Nu-Rock-Sterben nicht gegeben.

Diese Standhaftigkeit oder auch der traditionelle Hang 4Lyns zu doofen Songtiteln wie heuer „Club exploitation“, zugleich die erste Singleauskopplung, lässt die Band fast schon sympathisch erscheinen, auch wenn nicht wenige Hörer weiterhin ihre Probleme mit dem Sound des Quartetts haben werden. Denn auch auf „Quasar“ kombinieren 4Lyn auf einigen Tracks noch immer Rap und harte Gitarrenriffs („Someone’s got 2 do it“, „Jewellery store“) und machen sich nichts daraus, wenn sie dabei wie The Prodigy („I am a phantom“) oder eine Light-Version von Korn („My guide“) klingen. Für die Hamburger ist es tatsächlich noch in Mode, die E-Gitarren ganz tief in den Keller runterzustimmen, („Both of us“, „Frost“) und bei den Gesangsstrophen auf stadiontaugliche Chöre zu setzen („Club exploitation“, („M.O.N.Y.“).

Der im Vorfeld proklamierte musikalische Umsturz findet also nur in Nuancen statt. Doch allein diese kleinen Detailänderungen machen die Musik der Nu-Rock-Urgesteine erträglicher, wenngleich auch nicht viel spannender.

Anspieltipps:

  • Train 2.0
  • My guide
  • Club exploitation

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