Santana - Shape Shifter - Cover
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Santana Shape Shifter


  • Label: Starfaith Records/Sony Music
  • Laufzeit: 58 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Diesmal ohne Promi-Gäste und (fast) ganz ohne Gesang: Der Meister rein instrumental!

Nicht nur dass Carlos Santana auf „Shape Shifter“, seinem mittlerweile 36. Album (!), auf die fast schon obligatorisch gewordene Gästeschar am Mikrophon verzichtet – der 64-Jährige lässt bis auf eine Ausnahme den Gesang gleich ganz weg und präsentiert ein konzeptionelles Instrumentalalbum, das er den amerikanischen Indianern gewidmet hat. Mit diesem Konzept einher geht die Abkehr von allzu poppigen Songs für das Formatradio sowie eine Rückbesinnung auf den klassischen Santana-Sound, der den Gitarristen vor 40 Jahren berühmt gemacht hat.

Trotzdem oder gerade deshalb dürfte damit für einige Millionen Santana-Hörer der vergangenen 1½ Dekaden der Kaufanreiz in Bezug auf das neue Album eher gering ausfallen. Denn mit der Popmusik von Alben wie „Supernatural“ (1999), „Shaman“ (2002) oder auch „All That I Am“ (2005) hat „Shape Shifter“ nichts mehr zu tun. Dafür gibt sich Carlos Santana wieder voll und ganz seinem ekstatischen Gitarrenspiel hin, das durch die speziellen Santana-Grooves und Soli zu überzeugen weiß, auch wenn nicht jeder der 13 fließend ineinander gemixten Titel zur erste Garde der Kompositionskunst zählt.

Da sich die Entstehungsgeschichte der einzelnen Songs offenbar über einen längeren Zeitraum hingezogen hat, ist das Klangbild nicht immer auf derselben Höhe und es tauchen an einigen Stellen ziemlich gruselige Synthesizereinlagen auf, die nach den 80er Jahren längst für beerdigt gehalten wurden. Doch damit lässt sich leben, wenn es im Gegenzeug einen wesentlich progressiver zu Werke gehenden Carlos Santana zu hören gibt.

Anspieltipps:

  • Dom
  • Metatron
  • Eres La Luz
  • Spark of the divine
  • Macumba in Budapest

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