pacificUV - Weekends - Cover
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pacificUV Weekends


  • Label: Mazarine Records/CARGO
  • Laufzeit: 40 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Zu viel Dream, zu wenig Pop.

Die vierköpfige Band pacificUV aus der Heimatstadt von R.E.M., Athens, Georgia, ist in stetig wechselenden Line-ups schon seit weit über einer Dekade aktiv, legt mit „Weekends“ aber erst ihren Longplayer Nummer drei vor. Ob dies Zufall oder Absicht ist, muss nicht zwingend diskutiert werden. Fakt ist, dass selbst die Lobeshymnen auf das 2002er Debütalbum keinen merklichen Bekanntheitsschub für das Quartett auslösten.

Und tatsächlich: So richtig verlockend ist der Sound zwischen Dream-Pop, Electro und Indie-Rock nun wirklich nicht, den pacificUV auf ihrem dritten Album präsentieren. Die Band investiert viel in Effekte und Atmosphäre und vergisst dabei ein ums andere Mal den Song als solchen. Zu viel Dream, zu wenig Pop. Damit sind pacificUV quasi das krasse Gegenteil von Owl City alias Adam Young, der das Extrem von der anderen Seite auslotet.

So wird der Hörer die meiste Zeit mit einer harmlosen Geräuschkulisse beschallt, hinter der allerdings ein inhaltlich interessantes Konzept steckt: Wie schlägt man nach einer jüngst gescheiterten Beziehung seine Zeit am Wochenende am besten tot? Drogen, Musik, Tanzen gehen, wechselnde Geschlechtspartner und zum Schluss einen bösen Kater haben. Wer kennt das nicht?

Doch was mit Songs wie „Funny girl“, „Just 4kix“, „Baby blue“ und „Ballerina“ verheißungsvoll startet, artet mit zunehmender Spieldauer in einen verhuschten Exkurs in Sachen Dream-Pop aus, der mit seinem naiven Charme keinen Hering vom Teller zieht.

Anspieltipps:

  • Just4kix
  • Funny girl
  • Baby blue
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