Crocodiles - Endless Flowers - Cover
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Crocodiles Endless Flowers


  • Label: Souterrain Transmissions
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Die volle Dosis Zucker. Mehr Pop, mehr Appeal, mehr Sonne, mehr Coolness: die Crocodiles bewegen sich weg von düster angehauchtem Shoegaze hin zum Surf-Pop-Noise für den Sommer-Soundtrack.

Die volle Dosis Zucker. Mehr Pop, mehr Appeal, mehr Sonne, mehr Coolness: die Crocodiles bewegen sich weg von düster angehauchtem Shoegaze hin zum Surf-Pop-Noise für den Sommer-Soundtrack.

Trotz der nach wie vor völlig übersteuerten, turmhohen Gitarrenwände ist der Zuckerguss an lieblichen Melodien erstaunlich, denkt man an das letzte, noch den Tod im Mittelpunkt habende Album „Sleep Forever“. Overfuzzing auf Zucker, könnte man das nennen, denn nun wird im wahrsten Sinne des Wortes gepoppt, was das Zeug hält, dennoch sind Brandon Welchez und Charles Rowell nach wie vor eine kalifornische Rockband. Genau diese Ambivalenz vereint der Sound auf „Endless Flowers“: kitschige Melodieverliebtheit im dreckigen, drogenschweren, fast punkigen Gewand. In beiden Lagern wird man sich damit Feinde machen, doch ist dieser Sound nicht unadäquat für unser alle Facetten von Subkulturen vereinendes Heutzutage.

Einfacher gesagt, die Crocodiles machen Spaß, nach wie vor, warum sie aber nun im melodiösen Fahrwasser der Charts herumturnen und sie somit auf ihrem dritten Album oft an der zweischneidigen Kante zum Kitsch (über)steuern erhellt auch unser Interview nicht, wohl aber, wie es kam das „Endless Flowers“ ein Berliner-Album geworden ist und die Band 2011 eine Zeit lang in Deutschlands Hauptstadt lebte.

Im Auto auf dem weg zum Meer funktionieren besonders gut: das erfrischende „Sunday (Psychic Conversation #9)“, das treibende „My Surfing Lucifer“ und das druckvolle „Welcome Trouble“. „Endless Flowers” und „No Black Clouds For Dee Dee” stehen exemplarisch dafür, dass diese Mischung aus Noise und Pop auch mal zuviel sein kann, und vor Sonnencreme, Haarpomade und Dauergrinsen der Blick für das musikalisch wesentliche verschwimmt. Eine gute Band, mit einer gewagten Überdosis Sommer, Sonne, Sonnenschein.

Anspieltipps:

  • Welcome Trouble
  • My Surfing Lucifer
  • Sunday (Psychic Conversation #9)

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