Lightships - Electric Cables - Cover
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Lightships Electric Cables


  • Label: Domino Records
  • Laufzeit: 41 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Lightships bieten Musik für ereignislose Liebesschwärmereien.

Gerard Love von Teenage Fanclub schnappt sich seinen alten Gitarristen und den Schlagzeuger gleich mit, um zusammen mit zwei weiteren Musikern das wahrscheinliche Höhepunkt ärmste Album der Saison herauszubringen. Bei der vielen Langeweile, die wöchentlich auf Vinyl gepresst und CDs gebrannt wird, scheint das nur schwer vorstellbar. In Gerard Loves Fall ist die Ereignislosigkeit allerdings erwünschtes Programm. Wen diese Prämisse nicht neugierig macht, dem mag man nur schwer Vorwürfe machen.

Manchmal ist so richtig schön ruhige Pop/Rock-Gitarrenmusik mit schrammelndem Unterton genau das richtige. Besonders für verliebte Teenager. Genau auf diese Zielgruppe scheint „Electric Cables“ zugeschnitten zu sein. Wer verliebt auf Wolke sieben schwebt und an keinerlei überflüssige Gefühlsausbrüche erinnert werden möchte, der könnte gar nicht besser bedient sein, als mit dem Lightships-Debüt. Hier jagt eine verträumte Gitarre die nächste und es wird ein Indie-Rock-Bett aus weichen Dur-Akkorden getischlert, auf das man sich bequem fallen lassen und alle Sorgen vergessen kann.

Außer zwei fehlgeschlagenen Versuchen dem Indie-Rock auch etwas Würze durch verzerrte Gitarrenriffs zu verleihen („Silver And Gold“ und „Stretching Out“) befindet sich die Klangwelt der Lightships frei nach Reinhard Mey „über den Wolken“ und erlaubt keine Höhe- und Tiefpunkte, die den Hörer aus dem isolierten Klangnirwana reißen könnten. Um einfach 40 Minuten abzuschalten und sich in geistloser Liebelei zu verlieren, sind diese „Teenager In Love“-Tracks genau das richtige.

Anspieltipps:

  • Two Lines
  • Muddy Rivers
  • Sweetness In Her Spark

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