ZZ Top - Live In Germany 1980 - Cover
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ZZ Top Live In Germany 1980


  • Label: Eagle Rock/EDEL
  • Laufzeit: 57 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer mag, kann sein abgenudeltes Bootleg-Album der 80er-Jahre-Show in der Essener Grugahalle wegschmeißen und gegen diesen Tonträger tauschen.

Die ganze Rockwelt wartet auf das neue Studioalbum von ZZ Top, den Nachfolger des 2003er Werks „Mescalero“ (09/2003), wird aber seit Jahren mit immer neuen Live- und Best-Of-Veröffentlichungen abgespeist. Im Frühsommer begibt sich das Trio sogar auf eine große Tournee durch Europa und die USA. Wenn der neue Longplayer bis dahin immer noch nicht fertig ist, wird mit einem Release frühestens im Herbst/Winter 2012 gerechnet werden können. Das grenzt fast schon an Folter!

Auch wenn jetzt mit „Live In Germany 1980“ schon wieder ein Live-Album mit ollen Kamellen als Zeitvertreib vorgelegt wird, kann das natürlich kein echter Ersatz für neues Material der Texaner sein und ganz besonders nicht in dieser Konfiguration. Denn jeder ZZ-Top-Fan kennt den Mitschnitt des hier vorgelegten Rockpalast-Konzerts in der Essener Grugahalle vom 19. April 1980 von unzähligen Wiederholungen im Fernsehen in- und auswendig. Darüber hinaus war der 32 Jahre alte Auftritt bereits Bestandteil der DVD-Veröffentlichungen „Double Down: Live At Rockpalast” (10/2009) und „Live At Rockpalast 1980“ (05/2010) und wird nun – der gängigen Veröffentlichungspolitik von Eagle Records entsprechend – nochmals als CD-Release verwertet.

Bei der Veröffentlichung des „Degüello“-Albums im August 1979, waren ZZ Top in den USA schon eine große Nummer, die ihre Konzerte in Stadien spielten. In Deutschland chartete dagegen bis dato keines ihrer vorherigen fünf Alben. Auch „Degüello“ blieb diese Ehre verwehrt. Dennoch wurde auf der Tour zu diesem Album der Boden für den späteren Erfolg der Texaner bereitet. Denn das deutsche Publikum vergisst seine ins Herz geschlossenen Künstler nicht so leicht und kaufte schon das nächste Album („El Loco“, 08/1981) in die Charts.

So vervielfachte sich (nicht nur hierzulande) die Fanschar des staubtrockenen Bluesrock aus Texas, der in seiner reinsten Form auf „Live In Germany 1980“ nachzuhören ist. Wer mag, kann deshalb sein abgenudeltes Bootleg-Album der 80er-Jahre-Show in der Essener Grugahalle wegschmeißen und gegen diesen Tonträger tauschen.

Anspieltipps:

  • Tush
  • Dust my broom
  • Cheap sunglasses
  • Jesus left Chicago
  • Beer drinkers & hell raisers

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