Mina Tindle - Taranta - Cover
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Mina Tindle Taranta


  • Label: Believe Digital/INDIGO
  • Laufzeit: 45 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein zu hoher Niedlichkeitsfaktor bremst „Taranta“ in Bezug auf Eindringlich- und Nachhaltigkeit aus.

Pauline de Lassus (28) ist eine französische Singer/Songwriterin mit spanischen Wurzeln, die sich angelehnt an eine Figur aus Joseph Mankiewicz‘ 1972er Mystery-Film „Mord mit kleinen Fehlern“ den Künstlernamen Mina Tindle gegeben hat. Im Musikzirkus mischt sie schon seit einigen Jahren mit, z.B. als Backgroundsängerin für The National oder als Mitglied der Bands The Limes und Toy Fight. Mit „Taranta“ veröffentlicht Minda Tindle nun ihr Solodebütalbum, auf dem sie auf Englisch, Spanisch und Französisch singt und 14 Songs im Indie-Folk-Pop-Stil abliefert.

Wer nach einer Schublade für die fragil wirkenden Songstrukturen sucht der Französin sucht, wird immer wieder über die Namen Cat Power (Minas Vorbild) und Feist stolpern. Denn Mina Tindles Kompositionen und Arrangements sind ebenso eigenwillig, verspielt und mitunter kompliziert wie die der beiden Kolleginnen. Das kommt vielleicht daher, dass die 28-Jährige über zwei Jahre an ihren Songs gebastelt und so lange an den Stücken gefeilt hat, bis sie aus Mina Tindles Sicht perfekt waren.

Klar, für ein Debütalbum hat ein Künstler schließlich alle Zeit der Welt. Daraus ergibt sich allerdings auch das Kuriosum, dass viele Stücke trotz ihres zarten Grundgerüsts etwas überladen wirken, weil eine Tonspur über die nächste gestülpt und der Gesang fast immer gedoppelt wird. Das fordert zwar das Ohr des Zuhörers, fördert aber nicht immer zwingendes Songmaterial zu Tage. Denn dazu kommen Songs wie „Echo“, „Too loud“ oder „Sister“ einfach nicht über einen allzu offensichtlichen Niedlichkeitsfaktor hinweg, der „Taranta“ in Bezug auf Eindringlich- und Nachhaltigkeit ausbremst.

Anspieltipps:

  • Pan
  • Demain
  • Lovely day
  • To carry many small things

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