Moe Mitchell - MMS - Cover
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Moe Mitchell MMS


  • Label: Essah Entertainment
  • Laufzeit: 38 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Moe Mitchells Solodebüt in Zusammenarbeit mit Deutschlands HipHop-Elite Kool Savas, Franky Kubrick und Melbeatz.

Der Sänger Moe Mitchell (29) gehört schon seit Jahren zur Gefolgschaft von Rapper Kool Savas und ist seitdem auf fast jeder Produktion aus dem Stall des German King of Rap zu hören. Seit 2010 arbeitet der in Bremerhaven geborene gelernte Tontechniker zusammen mit Kool Savas, Frank „Kubrick” Werker und Melanie „Melbeatz” Wilhelm an einem gemeinsamen Album, das nun als Moe Mitchells Solodebüt „MMS“ in die Läden kommt.

Die Musik auf „MMS“ geht zu 99% auf die Kappe von Deutschlands HipHop-Produzentin Nummre eins, Melbeatz (34), die dem Sänger mit der souligen Stimme elf klassische Soul- und R&B-Tracks auf den Leib geschrieben hat, die sich ausschließlich im Midtempo-Bereich bewegen und damit R&B-Sound in Reinkultur bieten. Doch dass mit dieser Art von Musik in Deutschland nicht gerade offene Türen eingerannt werden, sollte klar sein. Denn nachdem schon die zahlreichen Künstler aus dem Mutterland des R&B hierzulande kaum ein Bein auf den Boden bekommen, ergeht es den deutschsprachigen Künstlern noch viel schwerer Gehör zu finden. Die harte deutsche Sprache und der mitunter aalglatte Klang des R&B wollen einfach nicht miteinander harmonieren.

Moe Mitchell wagt es trotzdem und kann dabei nur hoffen, irgendwie in das Fahrwasser von Xavier Naidoo (40) hineinzurutschen, der zwar eher im Soul und Pop zuhause ist, der Stimme von Moe Mitchell aber nicht unähnlich ist. Prinzipiell ist das musikalische Konzept auf „MMS“ aber ein anderes. Melbeatz unterlegte die elf Tracks mit einem durchgängig atmosphärischen Beat-Gerüst, das mit, nun ja, gefühlsduseligen Texten á la „Alles an dir“, „Feuer & Flamme“, „Herz in Ketten“ oder auch „Es tut mir leid“ und dem gefühlvollen Gesang Moe Mitchells eine auffällig sanfte Melange eingeht.

So wird „MMS“ höchstwahrscheinlich als stark polarisierendes Werk in die Geschichte eingehen, das sein Heil wohl nur bei Hardcore-R&B-Fans finden wird. Es sollte sich jedenfalls niemand von den Namen Kool Savas, Franky Kubrick und Melbeatz in die Irre leiten lassen. Denn mit HipHop hat „MMS“ nichts zu tun und für ein Soulalbum fehlt den Songs ganz einfach die emotionale Tiefe.

Anspieltipps:

  • Regen
  • Gangster
  • Joe Black
  • Feuer & Flamme

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