Seeker Lover Keeper - Seeker Lover Keeper - Cover
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Seeker Lover Keeper Seeker Lover Keeper


  • Label: Dramatico/Rough Trade
  • Laufzeit: 48 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein erwachsenes Popalbum, das auf Brimborium verzichtet und die Songs in den Mittelpunkt stellt.

Die drei australischen Musikerinnen und Solokünstlerinnen Sarah Blasko, Sally Seltman und Holly Throsby haben sich zusammengetan und die Gruppe Seeker Lover Keeper gegründet. Das war zwar bereits im Sommer des Jahres 2010, doch bis sich so etwas rumspricht oder in die Marketingpläne einer Plattenfirma passt, vergeht oft eine lange Zeit. So erreichte das erste Album des Trios bei Erscheinen im Juni 2011 einen äußerst respektablen dritten Platz in den australischen Charts, während man in Europa offiziell ein weiteres Jahr warten musste, um „Seeker Lover Keeper“ in heimischen Läden erwerben zu können.

Mittlerweile konzentrieren sich alle Bandmitglieder wieder auf ihre Solokarrieren. Doch auch bei uns soll das von Produzent Victor Van Vugt (Nick Cave, Athlete, Beth Orton, PJ Harvey) in New York eingespielte „Seeker Lover Keeper“-Album noch zu offiziellen Ehren kommen. Schließlich bietet das in Australien als „Best Adult Alternative Album“ nominierte Werk eine Vielzahl hübscher Lieder, die auf die Magie aus mehrstimmigem Gesang, Piano-Pop und weiblichem Charme setzen. Das ist grob vergleichbar mit dem amerikanischen Girl-Trio Wilson Phillips, allerdings verzichten die Australierinnen auf allzu großen Studio-Bombast und unnötigen Zuckerguss.

Dafür ist der Niedlichkeitsfaktor bei Seeker Lover Keeper ungleich höher, was zum einen auf das Konto der lieblichen Stimmen der drei Damen geht und zum anderen an den meist sehr erdigen Arrangements liegt, die nur selten Loops oder andere künstliche Zutaten zulassen. Das Album soll handgemacht klingen, ausgehend von der Vision, dass alle drei Sängerinnen um ein Piano herumstehen und die Songs gemeinsam einsingen.

So konsequent und abgespeckt klingt „Seeker Lover Keeper“ am Ende allerdings nicht. Es handelt sich um ein erwachsenes Popalbum, das auf Brimborium verzichtet und die Songs in den Mittelpunkt stellt. Damit fahren die drei Damen durchaus gut, auch wenn dem Longplayer echte Geniestreiche freilich abgehen.

Anspieltipps:

  • Rely on me
  • Every time
  • Light all my lights
  • Even though I’m a woman

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